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Branchen-Kurznotizen: Brot und Backwarenexporte gestiegen

29. Januar 2021 14:52, Der AUDITOR
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FRANKFURT. Informationen aus Backbranche und Fachhandel. Neue Unternehmensbeteiligungen, Corona-bedingte Schließungen von Bäckereien, neue Trends im Brotsegment, umweltschonender produzierte Mehle und die Exportentwicklung von Brot und Backwaren waren in der dritten Januardekade wichtige Themen.

Die österreichische Traditionsbäckerei Ketter in Salzburg stellt Ende Februar den Betrieb ein. 54 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Begründet wird der Schritt mit zunehmend schwieriger Situation im Handel, weil Corona-bedingt viele Gastronomiebetriebe und Kantinen als Abnehmer wegfielen. Die Bäckerei Werning, mit Sitz in Neuenkirchen, gehört jetzt zum „Haus der Bäcker“. Trotz neuem Eigentümer, bleibt Bernhard Werning Geschäftsführer. Mit 400 Mitarbeitern betreibt das Unternehmen 38 Filialen. Neben Werning gehören die Bäckereien Westbomke, Badische Backstub` und Kromes Backstube zum „Haus der Bäcker“, das von Dr. Rigbert Fischer geführt wird. Als Investor steht die Vaillant Group aus Remscheid im Hintergrund.

Herzberger mit deutlichem Umsatzplus
Die zur tegut-Gruppe gehörende Herzberger Bio-Bäckerei mit Sitz in Fulda konnte 2020 zulegen. Der Nettoumsatz stieg um 22,6 % und erreichte rund 16,5 Mio. EUR. Gefragt waren dem Unternehmen zufolge vor allem Herzberger Rosenbrötchen, das neue Toastbrotsortiment, der palmölfreie Stollen, das Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen und das Anfang 2020 eingeführte Kurkuma-Baguette. Für 2021 kündigt die Herzberger Bio-Bäckerei die Investition in eine neue Teigaufarbeitungsanlage mit über 350.000 EUR an. Das Dreikornbrot ist das Brot des Jahres 2021 der Deutschen Innungsbäcker. Die Getreidevielfalt und deutschlandweite Verbreitung gehörten zu den Beweggründen des Wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Brotinstituts, sich für dieses Brot zu entscheiden.

Fredy’s AG mit neuen Mehlqualitäten
Die Fredy’s AG aus Baden/Schweiz berichtete über das erste erfolgreiche Jahr mit Brotgetreide aus pestizidfreiem Anbau. Vor zwei Jahren wurde das Projekt „Getreide aus pestizidfreiem Anbau und Verarbeitung“ gemeinsam mit IP-Suisse ins Leben gerufen. Fredy’s gleicht den höheren Aufwand der Erzeuger mit einer Sonderprämie aus. Qualität und Menge stimmen, hieß es. Mit den neuen Mehlqualitäten habe eine weitere Ära des Umweltschutzes begonnen. Der komplette Bedarf von Weizen, Roggen und Ur-Dinkel wird vom Partner IP-Suisse gestellt. Die Fredy’s AG wurde 2003 von Fredy Hiestand gegründet, beschäftigt rund 125 Mitarbeiter und beliefert mit ihren Tiefkühlprodukten die Gastronomie sowie Handelshäuser in der Schweiz.

Backwarenexporte im 1. Halbjahr gestiegen
Die Zahlen zum Export von Brot und Backwaren aus Deutschland für das 1. Halbjahr 2020 zeigen hohe Beliebtheit deutscher Produkte. Fast 740.000 mt Brot und Backwaren wurden im 1. Halbjahr 2020 exportiert, rund ein Viertel davon Brot, sagte Armin Juncker, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Großbäckereien. Der Rest entfiel auf Fein- und Dauerbackwaren. Der weitaus größte Anteil, nämlich 661.000 mt, wurde in EU-Länder geliefert. Besonders beliebt sind deutsches Brot und Backwaren in Frankreich, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und Italien. An den Exporten von Brot hätten Filial- und Liefergroßbäckereien hohen Anteil.

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