Blaumohn: Türkische Bauern wollen vermehrt Weißmohn anbauen

31. März 2020 um 15:43 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHRUDIM/ANKARA. In Tschechien ist die Aussaat für die diesjährige Mohnernte zu großen Teilen abgeschlossen. Derweil berichten türkische Händler, dass die heimischen Bauern dieses Jahr bevorzugt Weißmohn anbauen könnten.

Aussaat fast abgeschlossen

Tschechische Blaumohnhändler berichten von schleppender Handelsaktivität. Anfragen erhalten sie kaum noch, auch zu Verkäufen kommt quasi nicht. Dennoch halten sich die Preise stabil auf dem Niveau der Vorwoche von 2,72 EUR/kg FCA Tschechien.

Die Bauern sind gut vorangekommen und die Aussaat konnte schon weitestgehend abgeschlossen werden. In den höheren Regionen soll die Arbeit kommende Woche fertiggestellt werden können. Optimale Wetterbedingungen lassen aktuell auf eine gute Ernte hoffen, allerdings gibt es noch keine Angaben bezüglich der Anbaufläche. Ursprünglich waren Marktteilnehmer davon ausgegangen, dass die Bauern in diesem Jahr größere Flächen besäen werden als 2019. 

Blaumohnpreise

Sorte

Preis

Tschechien, <10 ppm Morphin, FCA CZ

2,72 EUR/kg

Türkei, <20 ppm Morphin, FOB Izmir

3,33 USD/kg

Quelle: Handel

Blaumohnernte könnte zurückgehen

Auch im türkischen Blaumohnmarkt ist ruhig und die Preise liegen unverändert bei 3,33 USD/kg FOB. In der Türkei startet die Aussaat in der Regel später als in Tschechien, Details sind bisher nicht bekannt. Allerdings kursieren Gerüchte im Markt, dass viele Bauern in diesem Jahr bevorzugt Weißmohn anbauen werden, da es keine Vorgaben von Seiten der TMO gibt. In Folge dessen könnte die Blaumohnproduktion in diesem Jahr zurückgehen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Mohn, <25 ppm, Tschechien
- Preischart für Mohn, <25 ppm, Türkei 
- weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Blaumohn Tschechien
Dateisymbol
Preischart Blaumohn Türkei

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
02.11.2026
DALIAN. Die Preise für Sojabohnen sind in China ungewöhnlich hoch. Exporte dienen mittlerweile als Ausgleich. Japan und Südkorea treiben die Nachfrage an. Russland prägt die heimische Produktion.
Nüsse
02.11.2026
NEU-DELHI. Die Anlieferungen in Indien nehmen zu, wobei die Landwirte dazu angehalten werden, nicht zu viele Erdnüsse zu verkaufen. Auf dem internationalen Markt gewinnt die Qualität zunehmend an Bedeutung.
Ölsaaten
02.11.2026
DALIAN. Chinas Kürbiskernernte 2026 ist deutlich kleiner ausgefallen. Insbesondere Bio-GWS-Kerne sind knapp. Die Preise unterscheiden sich teilweise deutlich.
Ölsaaten
29.10.2026
NEU-DELHI. Indiens Kharif-Ernte bringt eine deutlich kleinere Sesamernte hervor. Der Markt ist angespannt. Die Preise bewegen sich nach oben.