Blaumohn: Die Schuldigen sind schnell gefunden

15. Februar 2017 um 13:56 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

PRAG. Die Exportzahlen sind durchschnittlich, gemessen an der Ernte dagegen eher gering. Der Handel im tschechischen Blaumohnmarkt gerät ins Stocken.

Wenig Bewegung
Seit mehr als drei Monaten bewegen sich die Blaumohnpreise in einem sehr eng gesteckten Rahmen von 1,20-1,24 EUR/kg DDP Deutschland. Die Händler berichten von mangelndem Kaufinteresse aus dem Ausland, das sei auch der Grund für die unspektakuläre Marktentwicklung.
Letztes Jahr um diese Zeit hatten die Blaumohnpreise gerade über Monate anhaltende Abstiegstournee gestartet. Da sich die Preise dieses Jahr bereits jetzt aus einem vergleichsweise niedrigen Niveau befinden, ist trotz guter Verfügbarkeit und fehlender Nachfrage nicht mit einem ähnlichen Trend zu rechnen.  

Blaumohn, Tschechien

10-Jahres-Bilanz

EUR/mt

Aktuell, 15.02.2017

1.220

Hoch, 24.03.2008

4.300

Tief, 04.05.2009

750

Durchschnitt

1.792

DDP Deutschland

 
Düstere Prophezeiungen
Vorerst werden die Preise stabil bleiben, interessant wird es dann, wenn die Aussaat für die Ernte 2017 bevorsteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fläche ähnlich groß wird wie in den letzten drei Jahren ist unter den aktuellen Umständen nicht besonders hoch. Kommt dann noch ein geringerer Ertrag dazu, könnten die Preise schnell wieder anziehen.

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Blaumohn

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.05.2026
ASTANA/BRÜSSEL. In Kasachstan geht die Leinsaataussaat gut voran. Gute Wetterverhältnisse unterstützen die positiven Erwartungen. Experten sprechen sich gegen die Erhebung möglicher Exportzölle auf kasachische Ölsaaten aus.
Ölsaaten
20.05.2026
SOFIA/KYJIW. Die Saison 2025/2026 schreitet stetig voran. Mit jedem Monat der vergeht, bevor die neue Ernte im Sommer verfügbar wird, verringern sich die ohnehin schon knappen Bestände weiter.
Nüsse
18.05.2026
NEU-DELHI. Die indische Regierung verkauft ihre Erdnussbestände teurer als erwartet, was dem Markt eine gewisse Unterstützung bietet. Geopolitische Faktoren erschweren zudem den Import anderer Speiseöle. Dennoch könnte es bald zu Preisrückgängen kommen.
Ölsaaten
14.05.2026
NEU-DELHI/DODOMA. In Tansania wurde letzte Woche die Sesamsaison 2026/27 eröffnet, und die Erzeuger zeigen sich optimistisch bezüglich der Preisentwicklung. In Indien zeigt die Sommerernte ein uneinheitliches Bild. Chinas hohe Bestände dämpfen die Kaufaktivität.