Blaumohn: Rapider Preisanstieg für alte Ernte

16. Juni 2017 um 08:57 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHRUDIM. Im tschechischen Blaumohnmarkt schrumpfen die Bestände an Premium-Qualität zusehends, ein rapider Preisanstieg war die Folge.

Prompte Lieferungen liegen inzwischen auf einem Niveau von 1.290 EUR/mt DDP Deutschland, das ist ein Anstieg gegenüber der Vorwoche von 3%. Seit Beginn des Jahres bewegten sich die Blaumohnpreise im Rahmen von 1,18-1,23 EUR/kg, legten dann aber innerhalb des letzten Monats rund 7,5% zu.

Trotz der in der Regel schwachen Nachfragen während der Sommermonate gehen Händler davon aus, dass die Preise bis zur neuen Ernte weiter anziehen werden. So könnte preislich ein fließender Übergang von der alten in die neue Saison geschaffen werden. Blaumohn aus der Ernte 2017 wird für 1.340 EUR/mt FCA Tschechien angeboten.

Blaumohnpreise

Ursprung

EUR/mt

Tschechien, DDP Deutschland

1.290

Türkei, CFR Hamburg

1.913

Morphin <20 ppm

Blütephase hat begonnen
Auf den Blaumohnfeldern recken sich immer mehr Blütenköpfe Richtung Sonne, die Voraussetzungen für eine gute Entwicklung der Pflanzen sind gegeben. Die gelegentlichen Schauer reichen allerdings aktuell nicht aus, um den Mohn ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen, nennenswerte Trockenschäden gibt es bisher nicht zu vermelden. Das Czech Statistical Office schätzt die Mohnproduktion 2017 aufgrund der kleineren Anbaufläche weiterhin auf 25.600 mt.

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Blaumohn Tschechien

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.05.2026
ASTANA/BRÜSSEL. In Kasachstan geht die Leinsaataussaat gut voran. Gute Wetterverhältnisse unterstützen die positiven Erwartungen. Experten sprechen sich gegen die Erhebung möglicher Exportzölle auf kasachische Ölsaaten aus.
Ölsaaten
20.05.2026
SOFIA/KYJIW. Die Saison 2025/2026 schreitet stetig voran. Mit jedem Monat der vergeht, bevor die neue Ernte im Sommer verfügbar wird, verringern sich die ohnehin schon knappen Bestände weiter.
Nüsse
18.05.2026
NEU-DELHI. Die indische Regierung verkauft ihre Erdnussbestände teurer als erwartet, was dem Markt eine gewisse Unterstützung bietet. Geopolitische Faktoren erschweren zudem den Import anderer Speiseöle. Dennoch könnte es bald zu Preisrückgängen kommen.
Ölsaaten
14.05.2026
NEU-DELHI/DODOMA. In Tansania wurde letzte Woche die Sesamsaison 2026/27 eröffnet, und die Erzeuger zeigen sich optimistisch bezüglich der Preisentwicklung. In Indien zeigt die Sommerernte ein uneinheitliches Bild. Chinas hohe Bestände dämpfen die Kaufaktivität.