Blaumohn: Diesen Preis wollen die Lieferanten für 2017er Ernte

3. Mai 2017 um 12:58 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHRUDIM. Trotz der kleineren Anbaufläche zeigen sich tschechische Blaumohnhändler optimistisch, dass die Differenz zum Vorjahr durch einen höheren Hektarertrag ausgeglichen werden kann.

Ernteprognosen
Für die ersten Prognosen hat das Czech Statistical Office den Hektarertrag des Vorjahres von 0,80 mt/ha zugrunde gelegt. Um bei einer Anbaufläche von 32.000 ha eine vergleichbare Erntemenge wie 2016 zu erzielen müssten der Hektarertrag mindestens 0,89 mt/ha betragen. Wie groß Anbaufläche und Ertrag vorrausichtlich ausfallen lässt sich allerdings erst im Juli genauer sagen.

Blaumohnproduktion, Tschechien

Jahr

ha

mt/ha

mt

2013

20.250

0,69

13.973

2014

27.020

0,91

24.588

2015

32.650

0,82

26.891

2016

35.543

0,80

28.574

2017*

32.000

0,80

25.600

Quelle: Czech Statistical Office

*Inoffizielle Schätzung

Preise unter Vorjahresniveau
Angebote für prompte Blaumohnlieferungen aus Tschechien liegen weiterhin bei 1.210 EUR/mt DDP Deutschland. Die Preise sind attraktiv genug, um für Käufer interessant zu sein, gleichzeitig bringen sie den Bauern aber noch genügend Umsatz, so dass diese keinen Grund haben, Ware zurückzuhalten.

Erste Angebote für neuerntige Blaumohn finden sich ebenfalls im Markt. Für Lieferungen aus der 2017er Ernte verlangen tschechische Händler aktuell 1.260 EUR/mt DDP Deutschland. Dieser Angebote liegen 50 EUR/mt über dem aktuellen Niveau, sind im Vergleich zum Saisonstart 2016/17 ganze 150 EUR/mt günstiger.

Blaumohnpreise

Ursprung

EUR/mt

Tschechien, DDP Deutschland

1.210

Türkei, CFR Hamburg

1.700

Morphin <20 ppm

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Blaumohn Tschechien

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.05.2026
ASTANA/BRÜSSEL. In Kasachstan geht die Leinsaataussaat gut voran. Gute Wetterverhältnisse unterstützen die positiven Erwartungen. Experten sprechen sich gegen die Erhebung möglicher Exportzölle auf kasachische Ölsaaten aus.
Ölsaaten
20.05.2026
SOFIA/KYJIW. Die Saison 2025/2026 schreitet stetig voran. Mit jedem Monat der vergeht, bevor die neue Ernte im Sommer verfügbar wird, verringern sich die ohnehin schon knappen Bestände weiter.
Nüsse
18.05.2026
NEU-DELHI. Die indische Regierung verkauft ihre Erdnussbestände teurer als erwartet, was dem Markt eine gewisse Unterstützung bietet. Geopolitische Faktoren erschweren zudem den Import anderer Speiseöle. Dennoch könnte es bald zu Preisrückgängen kommen.
Ölsaaten
14.05.2026
NEU-DELHI/DODOMA. In Tansania wurde letzte Woche die Sesamsaison 2026/27 eröffnet, und die Erzeuger zeigen sich optimistisch bezüglich der Preisentwicklung. In Indien zeigt die Sommerernte ein uneinheitliches Bild. Chinas hohe Bestände dämpfen die Kaufaktivität.