Blaumohn: Händler schüren Gerüchte

18. Oktober 2016 um 13:52 , Der AUDITOR
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PRAG. Noch immer lassen sich die tschechischen Blaumohnbauern nicht aus der Reserve locken, der Mohnverkauf kann warten.

Ziel der Bauern ist ein höherer Preis, den Gefallen tun ihnen die Abnehmer aber nicht und strafen sie mit fehlenden Anfragen. Die eigentlichen Leidtragenden sind allerdings die tschechischen Blaumohnhändler, denn denen fehlt es sowohl an Ware die sie anbieten könnten, als auch an Interessenten, denen sie den Mohn verkaufen könnten.

Die Zeit läuft ab
Dennoch hofft der Handel, dass die Nachfrage bis November wieder steigt und vor Weihnachten noch ein paar Geschäfte abgeschlossen werden können. Die SIAL könnte ihnen dazu Gelegenheit bieten. Und selbst wenn die Handelsaktivität in den kommenden Wochen zunimmt, gehen Marktteilnehmer nicht davon aus, dass die Preise rapide ansteigen werden, auch wenn die Bauern gerne auf höherem Niveau verkaufen würden. Der Jahreswechsel sollte günstigere Preise mit sich bringen, wenn es traditionell sehr ruhig im Markt wird.

Blaumohn, Tschechien

10-Jahres-Bilanz

EUR/mt

Aktuell, 18.10.2016

1.280

Hoch, 24.03.2008

4.300

Tief, 04.05.2009

750

Durchschnitt

1.907

DDP Deutschland

  
Ungenügend
In Anbetracht des aktuellen Berichts des Czech Statistical Office gibt es in dieser Saison ein deutliches Überangebot im tschechischen Mohnmarkt. Händler berichten allerdings, dass der Mohn aufgrund der Niederschläge während der Erntephase Qualität einbüßte und sie bereits mehrere Lieferungen zurückgehen ließen, da diese nicht ihren Qualitätsansprüchen genügten.

Blaumohnproduktion, Tschechien

Jahr

ha

mt/ha

mt

2012

18.363

0,70

12.854

2013

20.250

0,69

13.973

2014

27.020

0,91

24.588

2015

32.650

0,82

26.891

2016

35.543

0,82

29.264

Quelle: Czech Statistical Office

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Preischart Blaumohn

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