Blaumohn: Aussaat soll die Wende bringen

9. März 2017 um 11:41 , Der AUDITOR
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CHRUDIM. Die tschechischen Blaumohnhändler beugen sich den Preisforderungen der Käufer, um das Geschäft am Laufen zu halten. Gleichzeit suchen die Bauern nach Wegen, um einen Preisanstieg zu rechtfertigen.

Die Aussaat geht los
Die schwache Nachfrage hat die Blaumohnpreise erfolgreich auf 1.180 EUR/mt DDP Deutschland gedrückt, allerdings zu Lasten der Händlergewinnspanne. Den Blaumohnbauern ist das Rohwarenpreisniveau wie gehabt zu niedrig. In diesen Tagen beginnen sie mit der Aussaat für Ernte 2017 und das Ergebnis wird mit Spannung erwartet. Erst kürzlich hatten Händler prognostiziert, dass sie mit einer ähnlichen Anbaufläche wie im letzten Jahr rechnen, einem nachvollziehbaren Preisanstieg würde das allerdings im Wege stehen.

Das Czech Statistical Office hat inzwischen auch die endgültige Produktionsmenge für die Saison 2016/17 veröffentlicht: Bei einer Anbaufläche von 35.543 ha und einem Ertrag von 0,80 mt/ha soll es die tschechische Mohnproduktion 2016 auf 28.574 mt gebracht haben.   

Blaumohnpreise

Ursprung

EUR/mt

Tschechien, DDP Deutschland

1.180

Türkei, CFR Hamburg

1.760

Morphin <20 ppm

 
Türkei ist weit abgeschlagen
Türkischer Blaumohn wird in dieser Saison seit längerem wieder auf einem niedrigen Niveau angeboten, ähnliche Preise gab es zuletzt in der Saison 2011/12. Noch vor Zehn Jahren war die Türkei der wichtigste Mohnlieferant für den deutschen Markt, das hat sich inzwischen komplett gedreht und Tschechien ist an die erste Stelle gerückt. Beide Ursprünge erlebten im Frühjahr 2008 ihr absolutes Preishoch, Tschechien mit 4.300 EUR/mt DDP Deutschland und die Türkei mit 4.825 EUR/mt CFR Hamburg.  

Mohnimporte Deutschland in mt

Land

2006

2011

2016

Tschechien

1.410

2.654

3.206

Niederlande

540

1.398

1.606

China

18

286

799

Österreich

454

1.387

659

Türkei

3.082

759

470

Polen

507

67

223

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Preischart Blaumohn, Tschechien

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