Bioland und Lidl: Rückendeckung von der Politik
12. März 2019 um 11:44 ,
Der AUDITOR
Lidl investiert in schrittweise Umstellung des Sortiments
Seit dem Beginn der Zusammenarbeit mit Bioland stellt der Discounter Lidl sein Bio-Sortiment sukzessive um. Die Basis dafür liefern Erzeuger und Produzenten, die nach den hohen Standards von Bioland wirtschaften. Dies bedeutet für die Betreibe einen erheblichen Mehraufwand. Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl betont, dass dieser Mehraufwand mit „fairen Einkaufspreisen“ honoriert wird. Zudem bieten sich für die Produzenten gang neue Absatzdimensionen. Wie Bock erläutert:
„… erleichtern wir mit unseren Verkaufspreisen möglichst vielen Kunden und Konsumenten die Entscheidung für hochwertige heimische Bio-Produkte, um durch eine steigende Nachfrage den Anteil von Bio-Produkten im Handel endgültig aus der Nische zu holen und weiteren Landwirten eine nachhaltige Umstellung zu ermöglichen.“
Bisher haben demnach in erster Linie die Milch-Produzenten und Verarbeiter von der Zusammenarbeit zwischen Bioland und Lidl profitiert. Mit der Umstellung der Molkereiprodukte der Lidl-Marke „BioOrganic“ auf Bioland-Standards wurden neue und zukunftsfähige Absatzmöglichkeiten generiert. Weitere Bioland-Produkte sollen zunehmend im Obst- und Gemüsesortiment des Discounters eingeführt werden.
Nachhaltige Konzept für die Zukunft
Auch Jörg Plagge, Präsident von Bioland e.V. lobt die Zusammenarbeit mit Lidl. Für ihn ist es wichtig, dass das Nischendasein von Bio-Produkten ein Ende hat und die hochwertigen Bioland-Erzeugnisse einem breiten Publikum zugänglich werden: „Mit der Kooperation können wir die ökologische Landwirtschaft bei uns weiter ausbauen und den Vertrieb der Erzeugnisse im Sinne unserer Hersteller und Erzeuger mitgestalten“.
Für Staatsekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch steht fest, dass die Kooperation zwischen dem führenden Verband der ökologischen Landwirtschaft und dem breit aufgestelltem Lebensmitteldiscounter ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums ist: „Die Anforderungen an die Landwirtschaft steigen, sodass die Betriebe sich zukunftsfähig aufstellen müssen. Qualität und Nachhaltigkeit sind dabei zwei entscheidende Komponenten.“