AbL und BÖLW: Aufruf zu neuen Demonstrationen
18. Dezember 2019 um 13:21 ,
Der AUDITOR
Bei den sogenannten „Wir haben es satt-Demonstrationen“ machen Landwirte deutlich, dass die durch die anstehenden Veränderungen und immer härteren Auflagen Angst um die Zukunft ihrer Betriebe haben.
Anmelder der Demonstrationen ist Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL. Seine Ansicht der Dinge ist deutlich: „Viele Bäuerinnen und Bauern sind auch bereit für mehr Klimaschutz, umweltschonenden Ackerbau und artgerechte Tierhaltung. Sie können aber die Herausforderungen nicht allein schultern, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb ist es wichtig, dass wir am 18. Januar 2020 ein weiteres Mal zusammen mit tausenden Mitbürgern und Engagierten aus der Zivilgesellschaft grundlegende Änderungen in der Agrarpolitik fordern. Denn das System, das derzeit Landwirtschaft und Ernährung bestimmt, schadet uns allen – und unseren Kindern und Enkeln.“ Aus diesem Grund hofft er, dass am 18. Januar viele Landwirte an der Demo teilnehmen und mit ihren Treckern nach Berlin kommen.
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Prinz Felix zu Löwenstein, Vorsitzender des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), unterstreicht diese Aussagen: „Ein Weiter-so gefährdet die Grundlagen unseres Lebens wie Artenvielfalt, Wasser, Klima oder Bodenfruchtbarkeit. Wir Bauern sind als erste von Umweltschäden betroffen. Denn sauberes Wasser, Bienen oder stabile Witterungsverhältnisse brauchen wir, damit wir heute und in Zukunft genug ernten können. Die Landwirtschaft muss sich den Problemen deshalb stellen. Die Bauern verlangen aber zurecht, dass Gesellschaft und Politik sie mit der Problemlösung nicht alleine lassen und mit ihnen sprechen.“
Zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen sind alle Landwirte, egal, ob ihre Höfe biologisch oder konventionell bewirtschaftet werden.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)