Weizen: Schwache Vorgaben aus den USA

5. August 2019 um 10:50 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. Der US-amerikanische Weizenmarkt tendierte schwach. Auch französischer Weizen gab nach. Die Ankündigung der Trump-Regierung, weitere

Zölle gegen China zu verhängen, belastet den US-Weizenexport, meinte US-Broker Micheal Seery von Seery Futures gestern. Auch der festere US-Dollars hemmt den Export. Letzten Mittwoch senkte bekanntlich die US-Notenbank den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt. Das letztwöchige Exportergebnis lag mit 383.100 mt für 2018-19 um 42 % unter der Vorwoche. Dabei hielt sich der Fronttermin in Chicago knapp bei 4,80 US-Dollar je Bushel. Hohe Gewinneinbrüche verzeichnet offenbar der US-Handel. Der bereinigte Nettogewinn von ADM für das 2. Quartal 2019 brach laut Reuters um 41 % ein. Frühjahrhochwasser und fehlende Exportnachfrage Chinas waren Gründe. Auch Bunge, Cargill und Dreyfus verzeichneten Einbußen. Argentiniens Weizenaussaat war nahezu beendet, das Flächenareal wuchs um 10 % auf 6,6 Mio. Hektar. Die Bestände wurden mit 52 % gut-exzellenter Pflanzen um 7 % besser bewertet als im Vorjahr.

In Westeuropa gab Weizen weiter nach. Dabei notierte der Fronttermin für Weizen heute Morgen bei 173,25 EUR je mt. Frankreichs Handel bewertete den Exportpreis FOB Rouen erneut 1 EUR schwächer. Noch fehlt dem Markt die Exportnachfrage. Laut Handel stiegen Frankreichs Weizenexporte in der letzten Woche in die Maghreb-Staaten auf fast 200.000 mt gegenüber 31.500 mt in der Vorwoche. Brüssel exportierte bis 31. Juli nur 761.596 mt Weichweizen im Vergleich zu 975.492 mt im Vorjahr, ein Rückgang von 22 %. Der EU-Weizenimport fiel jedoch um 40,2 % auf 86.202 mt zurück. Etwas besser beim Mehl: Der Weizenmehlexport stieg um 16,9 % auf 41.281 mt. Der EU-Weizenmehlimport ging um 26,3 % auf 1.703 mt zurück. Frankreichs Weizenernte war laut FrancAgriMer zu 87 % abgeschlossen, mit guten Qualitäten und einer Ernte über 39 Mio. mt gegenüber 34,01 Mio. mt im Vorjahr. Deutschland Weizenernte ist im Süden und der Mitte nahezu abgeschlossen, im Norden steht jedoch wegen Regen noch viel Weizen auf dem Halm. Französischer Brotweizen soll ex Ernte mit 170-172 EUR je mt FRANKO Niederrhein angeboten werden. Süddeutscher Weizen liegt laut Handel unverändert bei 168-169 EUR je mt FRANKO Oberrhein und 171-173 EUR je mt Niederrhein. Mühlen sind bisher mit Käufen kaum am Markt, hieß es vom Handel. Preiswert soll baltischer Futterweizen um 152 EUR ab Station Vilnius und polnische Ursprünge um 157 EUR je mt ab Station Slaski und Zachodni gehandelt werden. 

In der Ukraine wird Futterweizen zu Preisen um 157,49 EUR je mt CPT angeboten. Die ukrainische Weizenernte war zu 90 % gedroschen und soll laut AKP-Inform 27,5 Mio. mt erreichen, gut 11 % höher als im Vorjahr. Die Weizen- und Gerstenausfuhren stiegen im Juli um jeweils 400.000 mt auf 1,4 Mio. mt bzw. 1,0 Mio. mt. Russlands Weizenexporte lagen mit 4,2 Mio. mt nur um 300.000 mt niedriger als im Vorjahr.

 

Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)

B-Weizen (12/220/76), FOB, DAP  *12,5 RP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

168,00

0,00

La Pallice

167,00

0,00

Creil

163,00

-1,00

Hamburg

175,00

0,00

Westfalen

173,00

0,00

Rheinland

172,00

0,00

Oberrhein

168,00

0,00

Dresden

-

-

Russland*

-

-

Ukraine

157,49

0,49

Argentinien

-

-

 

EU-Weizenernte 2019-20 (Prognose)

EU-Weizenernte (1.000 mt) o. Durum

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

38.100

34.010

Deutschland

24.704

20.264

VK

15.436

14.086

Polen

10.942

9.615

Rumänien

7.800

8.404

EU-28

143.086

129.703

 

Welt-Weizenernte 2019-20 (Prognose)

Welt-Weizenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

51.800

51.300

Kanada

33.900

31.800

Argentinien

20.000

19.500

Australien

21.200

17.300

China

132.000

131.400

Indien

101.200

99.900

Russland

75.000

71.700

Ukraine

28.000

25.100

Kasachstan

13.800

13.900

EU-28

151.500

139.000

Welt

780.800

731.700

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u.a.

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