Weizen: Ernteergebnisse konkretisieren sich

31. Juli 2019 um 10:42 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. Weizen konnte in den USA und in Westeuropa leicht zulegen.

In Chicago notierte der Fronttermin heute Morgen bei knapp 5 US-Dollar je Bushel, in Paris bei 177 EUR je mt. Die US-Winterweizenernte war in den südlichen Plains abgeschlossen, in den nördlichen standen noch rund 30 Prozent auf dem Halm. Die Wetteraussichten bleiben im nördlichen Midwest kühler und unbeständiger. Auf der Exportseite kaufte Japan gestern 134.000 mt Weizen aus den USA, Jordanien 60.000 mt ukrainischen Weizen. Das Außenbüro des USDA in Melbourne erwartetet in Australien 2019-20 eine Weizenernte von 21,5 Mio. mt gegenüber 19 Mio. mt im Vorjahr. Damit fiele die Ernte erneut nur durchschnittlich aus. In Argentinien zeichnet sich eine Rekordweizenernte von 21 bis 23 Mio. mt ab, im Vergleich zu 19 Mio. mt im Vorjahr. Experten der Getreidebörse Rosario rechnen mit einem Anbauplus von 500.000 ha auf 6,9 Mio. Hektar zur neuen Saison.  In Russland haben die Brände in Sibirien bisher keinen Einfluss auf das Ernteergebnis, teilte das Agrarministerium mit.

In Frankreich schätzte Agritel die Weizenernte auf 39,17 Mio. mt und unterstellte dabei stark gestiegene Erträge im Mittel von 7,85 mt je ha und damit um 7,4 % über dem Fünf-Jahresmittel. Dies würde eine um 5 Mio. mt höhere Weizenernte Frankreichs bedeuten. Gute Rohproteinwerte von durchschnittlich 11,5 % und Hektolitergewichte über 76 Kilogramm eröffneten gut Chancen am Exportmarkt, hieß es vom Handel. Über den neuen Weizentender für Algerien wurde noch nicht bekannt. Dabei zogen in Frankreich am Kassamarkt die Weizenpreise gestern um 1 EUR je mt an. Doch enttäuschten die Exportzahlen bei Weizen aus Brüssel, verfehlten diese in den ersten vier Wochen der neuen Saison mit 765.000 mt das Vorjahresergebnis um 22 %. Frankreich realisierte dabei 68.567 mt, Deutschland 59.000 mt und Rumänien 329.000 mt. In Deutschland machte die Weizenernte jetzt auch im Norden und Nordosten gute Fortschritte. Die Erträge sollen jedoch unter dem Durchschnitt liegen. Am Oberrhein werden Preise für B-Weizen von 168 EUR je mt FRANKO Mühle mitgeteilt, für A-Weizen 2-3 EUR je mt mehr bewilligt. Futterweizen wird zu Preisen um 166-168 EUR je mt ex Ernte FRANKO Niederrhein und 175 EUR je mt FRANKO Südoldenburg und Süd-Holland gehandelt. Französische Offerten liegen für Mahlweizen um 169-172 EUR je mt FRANKO Niederrhein.

Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)

B-Weizen (12/220/76), FOB, DAP  *12,5 RP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

171,00

1,00

La Pallice

170,00

1,00

Creil

165,00

1,00

Hamburg

175,00

2,00

Westfalen

175,00

0,00

Rheinland

173,00

0,00

Oberrhein

168,00

0,00

Dresden

-

-

Russland*

-

-

Ukraine

-

-

Argentinien

-

-

 

EU-Weizenernte 2019-20 (Prognose)

EU-Weizenernte (1.000 mt) o. Durum

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

38.100

34.010

Deutschland

24.704

20.264

VK

15.436

14.086

Polen

10.942

9.615

Rumänien

7.800

8.404

EU-28

143.086

129.703

 

Welt-Weizenernte 2019-20 (Prognose)

Welt-Weizenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

51.800

51.300

Kanada

33.900

31.800

Argentinien

20.000

19.500

Australien

21.200

17.300

China

132.000

131.400

Indien

101.200

99.900

Russland

75.000

71.700

Ukraine

28.000

25.100

Kasachstan

13.800

13.900

EU-28

151.500

139.000

Welt

780.800

731.700


Quelle: USDA, EU-Kommission u.a.

 

 

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