Weihnachtsgeschäft: Umsatzplus von 2% erwartet

11. November 2021 um 08:35 , Der AUDITOR
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BERLIN. Nach den Corona-Lockdowns über letzte Weihnachten wünscht sich der Handel einen besseren Umsatzverlauf zum Weihnachtsgeschäft 2021. Wie die Perspektiven dafür sind, welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen, das hat der Handelsverband Deutschland (HDE) genauer analysiert.

Nach den Corona-Lockdowns im ersten Halbjahr sind die letzten beiden Monate des Jahres für viele Händler und Geschäfte wichtiger als je zuvor, hieß es beim Handelsverband Deutschland (HDE). Die aktuelle HDE-Umfrage unter 450 Unternehmen aller Branchen, Größenklassen und Standorte zeigt, dass 45% der Händler Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erwarten. Ein Drittel kalkuliert mit stabilen Umsätzen. Die Kunden wollen angeblich mit 273 Euro pro Kopf ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Geschenkgutscheine bleiben dabei das beliebteste Geschenk.

HDE erwartet 2% Umsatz-Plus beim Weihnachtsgeschäft
Der HDE geht auf Basis der Umfragen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage davon aus, dass der Einzelhandel seine Umsätze in den letzten beiden Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2% auf dann knapp 112 Mrd.Euro steigern wird. Der Online-Handel wächst dabei um mehr als 17% auf 23 Mrd.Euro. Hohe Sparguthaben und gute Verbraucherstimmung stellen die Weichen für einen versöhnlichen Jahresausklang nach einem für viele Händler mit den Lockdowns existenzbedrohendem ersten Halbjahr“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Kampagne „Leben statt Lockdown“
Der Verband sieht aber auch Risiken wie Lieferprobleme bei einigen Waren, die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und die steigende Inflation. Alles hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen ab. „Der Handel leistet weiter seinen gesellschaftlichen Beitrag, indem er seine erprobten Hygienekonzepte weiter anwendet, die Maskenpflicht beibehält und mit seiner Kampagne Leben statt Lockdown versucht, noch mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen“, so der HDE. Weitere mögliche Negativ-Faktoren seien die bei einzelnen Produkten auftretenden Lieferschwierigkeiten sowie die steigende Inflation. Beides seien aber wohl kurzfristige Probleme, die lediglich vorübergehend Bestand haben dürften.

Verzicht auf Steuererhöhungen
Als wichtigste Maßnahmen der kommenden Bundesregierung sehen die Händler den Verzicht auf Steuererhöhungen, mehr Fairness im Wettbewerb mit dem globalen Online-Handel auf Internetplattformen sowie eine Offensive zur Entbürokratisierung.

 

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