Walnüsse: Unterschiedliche Entwicklungen
27. August 2026 um 08:25 ,
Der AUDITOR
Gegensätzliche Entwicklungen
Während die Exporte von Walnüssen in der Schale im Juli um 31% auf 9.900 mt zurückgingen – im Vergleich zu den 14.337 mt, die im Juli des Vorjahres verschifft wurden –, stiegen die Exporte von geschälten Walnüssen um 16% von 4.684 mt im Juli 2025 auf 5.422 mt im Juli 2026. Mit monatlich 24.432 mt liegen die Exporte (Umgerechnet auf ungeschälte Walnüsse) somit um 12% unter dem Vorjahreswert.
Die Gesamtexporte zeigen einen ähnlichen Trend. Die Exporte von Walnüssen in der Schale sind zurückgegangen, während die Exporte von geschälten Walnüssen gestiegen sind. So liegt die Gesamtausfuhr (Umgerechnet auf ungeschälte Walnüsse) mit 70.221 mt um 3% unter den 72.709 mt, die von April 2024 bis Juli 2025 verzeichnet wurden.
Europa kauft weniger ungeschälte Nüsse
Mit einem beeindruckenden Anstieg der Lieferungen aus Chile um 90% ist Indien in dieser Saison wieder der mit Abstand wichtigste Abnehmer. Zwar führte Indien auch im vergangenen Jahr die Rangliste an, doch fielen die Lieferungen damals verhaltener aus. Im Gegensatz dazu sind die Exporte nach Vietnam um 48% zurückgegangen. Die Gesamtlieferungen nach Asien/Ozeanien sind um 78% auf 18.944 mt gestiegen, im Gegensatz zu den 10.621 mt im Zeitraum 2024/2025.
Die Lieferungen nach Italien sind um 6% zurückgegangen, und Spanien verzeichnet sogar einen Rückgang von 46%. Tatsächlich sind die Exporte in alle wichtigen Zielmärkte in Europa zurückgegangen. Lediglich die Lieferungen nach Russland haben sich mehr als verdoppelt. Mit 12.965 mt sind Chiles Lieferungen nach Europa im Jahresvergleich um 15% zurückgegangen.
Während die Lieferungen in die Türkei um 49% eingebrochen sind, haben sich die Exporte nach Marokko mehr als verdoppelt. Der Libanon verzeichnet einen Rückgang um 38%. Die Gesamtlieferungen in den Nahen Osten/Afrika sind ebenfalls um 50% auf 10.579 mt gesunken.
Chiles Nachbarland Peru verzeichnete einen Anstieg der Einfuhr um 17%. Die Exporte nach Amerika sind insgesamt sogar um 35% auf 1.327 mt gestiegen, verglichen mit den im Vorjahr verzeichneten 981 mt.
|
Walnussexporte, Chile, ungeschält in mt |
|||
|
Destination |
2025 |
2026 |
Diff. |
|
Indien |
9.647 |
18.342 |
90,1% |
|
Italien |
7.003 |
6.568 |
-6,2% |
|
Türkei |
12.586 |
6.419 |
-49,0% |
|
Marokko |
1.416 |
3.411 |
140,9% |
|
Spanien |
3.007 |
1.627 |
-45,9% |
|
Peru |
763 |
889 |
16,5% |
|
Russland |
314 |
724 |
130,6% |
|
Deutschland |
2.434 |
644 |
-73,5% |
|
Vietnam |
786 |
412 |
-47,6% |
|
Libanon |
487 |
303 |
-37,8% |
|
Andere |
9.548 |
4.467 |
-53,2% |
|
Gesamt |
47.991 |
43.806 |
-8,7% |
|
Quelle: ChileNut, 01.04.-31.07. |
|||
Keine Einheitlichkeit bei geschälten Walnüssen
Chiles Exporte von geschälten Walnüssen sind um 7% gestiegen. Hauptabnehmer Italien hat seine Einfuhr sogar um 37% in gesteigert. Im Gegensatz dazu sind die Exporte in andere wichtige europäische Absatzmärkte wie Spanien, Deutschland, die Niederlande und die Schweiz zurückgegangen. Die Lieferungen nach Großbritannien sind hingegen um 8% gestiegen, die nach Portugal um 16%. Die Exporte nach Polen haben sich sogar um mehr als das 18-fache gesteigert. Mit 9.680 mt liegen die Gesamtausfuhren nach Europa um 3% unter den 9.970 mt des Vorjahres.
Brasilien und Ecuador sind die einzigen außereuropäischen Handelspartner in den Top 10, die beeindruckende dreistellige Zuwächse verzeichnen. Die Gesamtausfuhren nach Amerika sind im Vergleich zu den 843 mt des Vorjahres um 128% auf 1.918 mt gestiegen.
|
Walnussexporte, Chile, geschält in mt |
|||
|
Destination |
2025 |
2026 |
Diff. |
|
Italien |
1.428 |
1.958 |
37,1% |
|
Spanien |
2.018 |
1.864 |
-7,6% |
|
Deutschland |
2.478 |
1.650 |
-33,4% |
|
Niederlande |
2.123 |
1.265 |
-40,4% |
|
Brasilien |
297 |
1.042 |
250,8% |
|
Großbritannien |
342 |
372 |
8,8% |
|
Ecuador |
144 |
348 |
141,7% |
|
Portugal |
257 |
299 |
16,3% |
|
Schweiz |
283 |
214 |
-24,4% |
|
Polen |
10 |
187 |
1,7% |
|
Andere |
2.114 |
3.084 |
45,9% |
|
Gesamt |
11.494 |
12.283 |
6,9% |
|
Quelle: ChileNut, 01.04.-31.07. |
|||
Preise in China geben nach
Obwohl die Preise in China zuletzt gestiegen waren, beginnt sich die Lage nun zu ändern. Mit Beginn der Ernte haben die Notierungen für 90% Extra Light Halves bei Lieferungen nach Europa wieder nachgegeben. Die Preise für 80% Extra Light Halves sind hingegen stabil.
|
Walnusskerne, China |
|
|
Sorte |
USD/mt |
|
ELH 80%, XIN2 |
5.160 |
|
ELH 90%, 185 |
4.890 |
|
CFR EMP, 21,5 mt/40 Reefer |
|
Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- weitere Preischarts