Kokosraspel: Feste Preise bei schwachem Handel

25. August 2026 um 15:39 , Der AUDITOR
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MANILA/NEU-DELHI. Die Märkte für philippinische Kokosprodukte bleiben bei verhaltenem Handel ruhig. Gleichzeitig sorgen steigende Palmölpreise und die zunehmenden El-Niño-Risiken für Unterstützung am Markt. Indiens Kokosexporte legten 2025/26 deutlich zu.

Wenig Bewegung am Markt

Der Handel mit kurzfristig verfügbaren Kokosraspeln und Kokosöl auf dem europäischen Markt bleibt verhalten. Die Exportnotierungen für philippinische Kokosraspel bewegen sich bereits seit 27 Wochen in einer ungewöhnlich stabilen Spanne, wobei indonesische und vietnamesische Herkünfte günstiger sind. Auf dem Inlandsmarkt erholten sich die philippinischen Notierungen nach zwei rückläufigen Wochen leicht. Käufer verfügen bei kurzfristigen Geschäften weiterhin über Verhandlungsspielraum, während Exporteure weitere größere Preissenkungen bislang ablehnen; das berichten die Experten von T.M. Duché.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.500

High fat, fine, Philippinen

2.750

Quelle: Handel; FCA NL; Preisindikationen

Kokosöl und Kopra unter Einfluss von El Niño

Der europäische Kokosölmarkt blieb weitgehend ohne Handel. Während die Preise der europäischen Anbieter über den Geboten der Käufer lagen, stieg der philippinische Preis für rohes Kokosöl ab Mühle zuletzt deutlich an. Dies war der erste stärkere Anstieg seit Juni, muss jedoch laut T.M. Duché noch durch einen weiteren Wochenwert bestätigt werden.

Palmöl entwickelt sich unterdessen zu einem wichtigen Einflussfaktor für den Pflanzenölsektor. Steigende Palmölpreise setzen einen höheren Kostenrahmen für Kokosöl und begrenzen damit den Spielraum für einen länger anhaltenden eigenständigen Preisrückgang bei Laurinölen. Zudem dürfte der von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) prognostizierte sehr starke El Niño im Herbst und Winter 2026/27 die Entwicklung und Verfügbarkeit von Kokosnüssen 2027 beeinträchtigen. Für das zweite und dritte Quartal 2027 könnte dies zu einem höheren wetterbedingten Preisaufschlag führen.

Containerfrachten geben leicht nach

Der Drewry World Container Index stieg zwar um 4%, auf den für Europa relevanten Routen gingen die Frachtraten jedoch zurück. Die Strecke Shanghai–Rotterdam vergünstigte sich um 1%, Shanghai–Genua um 2%. Für die kommende Woche erwartet Drewry weitgehend stabile Raten zwischen Asien und Europa. Begrenzte Kapazitäten, Überlastungen und angekündigte Ausfälle von Fahrten rund um asiatische Feiertage könnten jedoch zu kurzfristigen Verzögerungen führen.

Indiens Kokosexporte massiv gestiegen

Indiens Exporte von Kokosprodukten stiegen in der Saison 2025/26 um 62% auf 824,6 Mio. USD, nach 509,9 Mio. USD im Vorjahr, wie Business Today berichtet. Indien ist mit einem Anteil von 31,24% an der weltweiten Produktion führender Kokosproduzent. 2024/25 wurden auf 2,19 Mio. ha rund 20,3 Mrd. Kokosnüsse erzeugt. Das Exportangebot umfasst unter anderem natives Kokosöl, Kokosmilch, Kokoswasser und Aktivkohle; neben dem Nahen Osten zählen inzwischen auch die USA, Europa und Australien zu den Absatzmärkten. Zur Förderung des Anbaus erhalten Landwirte unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung von umgerechnet bis zu 6.566 USD/ha bei der Erschließung neuer Anbauflächen sowie eine vollständige Kostenerstattung von bis zu 4.924 USD/ha im Rahmen eines Produktivitätsprogramms. Für 2026/27 ist zudem ein neues Coconut Promotion Scheme für alternde Plantagen, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung, Setzlinge, Neuanpflanzungen und Verarbeitung vorgesehen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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