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Walnüsse: Herber Rückschlag für Moldawien

8. Februar 2023 um 12:49 , Der AUDITOR
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SACRAMENTO/CHIȘINĂU. Zum ersten Mal sehen sich moldawische Marktteilnehmer mit Überhangbeständen konfrontiert; bisher war es ihnen möglich, ihre gesamte Produktion in die EU zu liefern. Dies hat sich in dieser Saison aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrisen geändert.

Das Budget schrumpft

Da der EU-Markt für Nüsse derzeit aufgrund diverser Krisen eine schwierige Zeit durchmacht, sind auch die Exporte aus Moldawien merklich gesunken. Dies äußerte der Vorsitzende der Union of Associations of Nut Producers of Moldova, Oleg Tyrsyne, vergangene Woche gegenüber Sputnik Moldova. Aufgrund der steigenden Inflation, des Ukraine-Kriegs, der Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie der Energiekriese ist das durchschnittliche Käuferbudget geschrumpft, so Tyrsyne. Die Ausgaben, die über Grundnahrungsmittel hinausgehen, werden eingeschränkt. Wie Rossa Primavera berichtet, konnte Moldawien noch vor kurzem seine gesamte Ernte in die EU liefern, was vor allem an der guten Qualität und der geografischen Nähe lag. Lieferanten aus Chile, den USA oder China hatten hierbei oft das Nachsehen. In dieser Saison ist die Lage allerdings eine andere, und auch Moldawien sieht sich erstmals mit höheren Überhangbeständen konfrontiert.

Schwache Nachfrage und niedrige Preise

Zusätzlich haben die moldawischen Erzeuger mit niedrigen Preisen zu kämpfen. Diese sind in den letzten zwei Wochen um 7% auf durchschnittlich 1,48 USD/kg gesunken, wie East Fruit angibt. Die Experten gehen zudem davon aus, dass sich die Preisrückgänge den Februar über weiter fortsetzen werden, da keine Voraussetzungen für eine Stabilisierung, geschweige denn ein Wachstum, gegeben sind. Die schwache Nachfrage aus den EU-Abnehmerländern, vor allem aus Deutschland und Frankreich, drückt die Preise weiter nach unten. Das sorgt dafür, dass viele Farmer auf großen Mengen ihrer Ware sitzenbleiben; zum einen gibt es kaum Abnehmer, zum anderen sind sie nicht gewillt, mit Verlust zu verkaufen.

Große Verluste in Kalifornien

Auch die Erzeuger in Kalifornien sind nicht zufrieden mit der aktuellen Lage. Wie die Sun Gazette schreibt, sind die Preise mittlerweile deutlich unter die Produktionskosten gesunken, was dazu führt, dass viele Betriebe im San Joaquin Valley auf alternative Kulturen umsteigen. Die Erzeuger, die weiterhin Walnüsse anbauen, entfernen ältere Bäume und weniger gefragte Sorten aus ihren Plantagen. Robert Verloop, Präsident und Geschäftsführer des California Walnut Board und der Walnut Commission, erklärte, dass extrem hohe Temperaturen während der empfindlichen Wachstumsphase in der letzten Saison dafür gesorgt hatten, dass 30-40% der Ernte unbrauchbar waren. Die Preise, die die Erzeuger erzielen, sollen auf einem 30-Jahres-Tief liegen, während die Anbaukosten immer weiter steigen – die Aussichten sind hier also alles andere als ermutigend.

Walnusspreise

Sorte, Ursprung

EUR/kg

Weiße Viertel/Stücke, Moldawien

4,75

Chandler Hälften, 80%, USA

6,40

Chandler Hälften, 40% USA

5,40

In der Schale, 185 Tulare, China

1,80

In der Schale, Chandler, 30/34, Chile

2,50

Hälften extra light, 60%, Chile

6,80

FCA Spanien

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