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Walnüsse: Ernüchternde Prognosen

5. September 2024 um 09:40 , Der AUDITOR
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WASHINGTON, D.C. Nach monatelangen Spekulationen veröffentlichte der National Agricultural Statistics Service des US-Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch den lang erwarteten „2024 California Walnut Objective Measurement Report“.

Produktionsrückgang von 19%

Für Kalifornien kam der Objective Measurement Report des USDA mit einem Paukenschlag. Seit Monaten kursierten Berichte über zu milde Temperaturen, und es wurde mit einem Produktionsrückgang von etwa 10% gerechnet. In den neu veröffentlichten September-Schätzungen wird jedoch mit einem Rückgang der Produktion um 19% auf 608.000 mt im Vergleich zur Rekordernte des letzten Jahres gerechnet. Dies ist auch ein Fünfjahrestief, denn zuletzt wurde 2019 eine geringere Produktion von 596.000 mt verzeichnet. Auch die Anbauflächen sind gegenüber 2023 um 4% gesunken. 

Ungeschälte Walnüsse, Kalifornien

Fläche und Produktion

2023

2024

Diff.

Tragende Acres

385.000

370.000

-3,9%

Bäume/Acre

81

81,6

0,7%

mt/Acre

1,94

1,64

-15,4%

Ernte (mt)

748.000

608.000

-18,7%

Quelle: USDA NASS 2024 California Walnut Objective Measurement Report

Qualität ebenfalls beeinträchtigt

Die weitgehend zu milden Temperaturen sind jedoch nicht der einzige Faktor, der hier eine Rolle spielt. Das USDA hat nicht nur offiziell bestätigt, dass die Bäume nicht ausreichend lang niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren, sondern auch, dass die Wetterbedingungen im Frühjahr und Sommer alles andere als ideal waren. So führten starke Regenfälle im Frühjahr dazu, dass in einigen Walnussplantagen die Krautfäule auftrat. Im Sommer war Kalifornien zudem mit Trockenheit und rekordverdächtigen Temperaturen konfrontiert, was die Erzeuger zu einer verstärkten Bewässerung zwang. Stichproben deuten darauf hin, dass die Qualität der Nüsse nicht ganz so gut sein wird wie im letzten Jahr. 

Veränderung der Marktdynamik

So entmutigend diese Zahlen auch sind, so ist doch auch anzumerken, dass die objektiven Schätzungen zwischen 2020 und 2023 in der Regel weit unter den endgültigen Produktionszahlen lagen. Im vergangenen Jahr beispielsweise wurde in der objektiven Schätzung nur eine Produktion von 689.000 mt prognostiziert, während die endgültige Produktion einen Rekordwert von 748.000 mt erreichte. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird nicht alles so schlecht sein wie erwartet. Dennoch werden die Größe und die Qualität der Ernte einen Rückschlag erleiden. Die aktuellen Aussichten haben die US-Anbieter sicherlich überrascht, und einige erklärten, sie bräuchten Zeit, um die Daten zu verarbeiten. Für andere zeigen die US-Zahlen eine deutliche Verschiebung der Marktdynamik, da die optimistischen Exporteure in China damit begonnen haben, die ersten Partien der diesjährigen vielversprechenden Ernte zu verschiffen, für die die Bedingungen ideal waren.

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