Sonstige Themen - Umfragen und Studien

Umfragen: Einzelhandel beklagt starke Umsatzeinbußen vor Weihnachten

29. Dezember 2021 09:35, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

BERLIN. Wie in den Adventswochen verliefen auch die letzten Verkaufstage vor Weihnachten enttäuschend für den Handel. Angesichts der erneuten pandemiebedingten Einbußen bekräftigt der HDE seine Forderung nach Anpassung der Wirtschaftshilfen.

2G hat Umsätze und Frequenzen einbrechen lassen
„Im November ist das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen, doch 2G hat Umsätze und Frequenzen einbrechen lassen. Bei vielen Handelsbetrieben herrscht Ernüchterung und Existenzangst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch in der Weihnachtswoche habe sich der negative Trend der Vorwochen fortgesetzt. Im stationären Non-Food-Handel ist die Unzufriedenheit groß, wie aus der HDE-Trendumfrage hervorgeht. Nur jeder Siebte der befragten Non-Food-Händler blickt positiv auf das Weihnachtsgeschäft zurück. Bereits das zweite Mal in Folge war die Weihnachtszeit für den Einzelhandel eine Katastrophe. In der so wichtigen Zeit um den Jahreswechsel sind Händlerinnen und Händler in großer Sorge, hieß es weiter.

Umsätze bleiben 35 Prozent hinter Vorkrisenniveau zurück
Laut HDE-Trendumfrage blieben die Umsätze im stationären Non-Food-Handel unter 2G in der Weihnachtswoche durchschnittlich 35 Prozent hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Die Kundenfrequenzen in Non-Food-Geschäften lagen 37 Prozent unter denen im Vorkrisenjahr 2019. Auch in den Innenstädten ist die Lage weiterhin dramatisch. Dort sackten die Umsätze im Vergleich zum Vorkrisenniveau um 36 Prozent ab, während die Frequenzen um 42 Prozent zurückgingen. Besonders betroffen von Umsatz- und Frequenzrückgängen war erneut der Bekleidungshandel. In Bekleidungsgeschäften wurde laut Umfrage ein Umsatzminus um 39 Prozent verzeichnet. Die Kundenfrequenzen gingen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um 44 Prozent zurück.

HDE fordert angemessenen und unkomplizierten Wirtschaftshilfen
Wie schon im Vorjahr sind die Weihnachtswochen deutlich hinter den Erwartungen des Einzelhandels zurückgeblieben. Händlerinnen und Händler haben ihre Hoffnung in die letzten Monate des Jahres gelegt, können nun jedoch nur noch auf die Zeit zwischen den Jahren hoffen, hieß es beim HDE. Gerade mit Blick auf das neue Jahr müsse man ihnen eine Perspektive geben und sie mit angemessenen und unkomplizierten Wirtschaftshilfen unterstützen, um pandemiebedingte Verluste aufzufangen.

 

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Umfragen und Studien
21.01.2022
BERLIN. Die Corona-Pandemie sorgt weiterhin dafür, dass sich die wirtschaftliche Erholung der deutschen Ernährungsindustrie verzögert. Ersten Schätzungen der Bundesvereinigung der Ernährungsbranche (BVE) zufolge ergibt sich 2021 ein Umsatzminus von 1,6% zum Vorjahr.
Umfragen und Studien
04.01.2022
BERLIN. Der aktuelle Verlauf der Corona-Pandemie und die Aussicht auf eine nach Meinung von Experten bevorstehende fünfte Welle mit Omikron dämpfen die Verbraucherstimmung. Laut aktuellem Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) dürfte sich der private Konsum im ersten Quartal 2022 eher verhalten entwickeln.
Umfragen und Studien
11.11.2021
BERLIN. Nach den Corona-Lockdowns über letzte Weihnachten wünscht sich der Handel einen besseren Umsatzverlauf zum Weihnachtsgeschäft 2021. Wie die Perspektiven dafür sind, welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen, das hat der Handelsverband Deutschland (HDE) genauer analysiert.