Sultaninen: Droht die absolute Katastrophe?
2. November 2016 um 12:05 ,
Der AUDITOR
Was ist passiert?
Für sie trägt die EU die Hauptschuld an der Misere. Im Sommer war sie nicht in der Lage eine einheitliche Regelung zu finden. Stattdessen haben die einzelnen EU-Mitgliedstaaten völlig unterschiedlich reagiert. Manche haben Übergangsfristen verhängt und andere haben strenge Richtlinien für den Import von Sultaninen in Kraft treten lassen. So gilt in Deutschland seit dem 10. August 2016 ein Einfuhrverbot für Sultaninen mit einem Chlorpyrifosgehalt von >0,01 mg/kg. Diese unklare Situation wirft Fragen auf.
Fehlendes Vertrauen
Beispielsweise was passiert, wenn Sultaninen mit einem höheren Chlorpyrifosgehalt nach England importiert wurden und diese nach Deutschland verkauft werden sollen. Zudem ist, Berichten zufolge, das Vertrauen der Käufer in die Türkei beschädigt. Viele Zweifeln wohl daran, dass die Anbauer in der Türkei ganz auf das Pestizid verzichten werden. Daher werden Befürchtungen laut, dass sie auf andere Ursprünge, wie China und dem Iran, ausweichen werden. Es ist allerdings fraglich ob hier auf bessere Qualität geachtet wird.
Stabiler Markt
Beflügelt werden diese Zweifel und Sorgen durch die derzeitige stabile Marktlage in der Türkei, die den Händlern vermutlich genug Zeit zum Denken gibt. Die Preise sind diese Woche unverändert stabil geblieben. Einzig der stärke Eurokurs, hat für Preisrückgänge gesorgt. Die Preise können problemlos mit den Preisen aus China und dem Iran mithalten und werden dieses stabile Niveau im November voraussichtlich halten können.
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Sultaninen, Türkei |
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Sorte |
USD/mt |
EUR/mt |
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Grade A, Type 8, STD |
1.200 |
1.100 |
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Grade A, Type 9, STD |
1.300 |
1.181 |
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Grade A, Type 10, STD |
1.450 |
1.318 |
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Bio, Grade A, Type 9 |
2.050 |
1.880 |
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FOB Izmir |
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