Sultaninen: Angst um die Produktion 2018
23. August 2017 um 12:00 ,
Der AUDITOR
Keine Ruhepause
In der kommenden Woche wird es aufgrund des Opferfestes im türkischen Markt ruhiger zugehen. Ganz abschalten werden allerdings die wenigsten. Bauern wie Exporteure kümmern sich auch weiterhin ums Geschäft, schließlich ist der Saisonwechsel für den Handel eine wichtige Zeit.
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Export Sultaninen in mt |
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Saison |
mt |
Ø USD |
Ø EUR |
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2016/17 |
262.412 |
1.555 |
1.322 |
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2015/16 |
197.731 |
2.051 |
1.744 |
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seit Saisonbeginn |
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Nachts ist es kälter
In kleinen Teilen der Anbaugebiete sorgten heftige Gewitterstürme für Chaos. Felder, auf denen die Trauben zur Trocknung ausliegen, wurden überschwemmt (sieht Bild) und ein Bauer kam sogar ums Leben. Auf die Preisentwicklung hatte das keine Auswirkung und die helleren Sultaninen, Type 10 sind sogar deutlich günstiger als in der Vorwoche. Gerade diese Sorte ist extrem wetteranfällig (längere Trocknungsphase führt oft zu dunklerer Farbe), weshalb sich das Niveau ganz schnell wieder nach oben bewegen kann. Aufgrund der niedrigen Nachttemperaturen gehen Händler bereits von einer verlängerten Trocknungszeit aus.
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Sultaninen, Türkei |
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Sorte |
USD/mt |
EUR/mt |
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Grade A, Type 8, STD |
1.400 |
1.190 |
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Grade A, Type 9, STD |
1.435 |
1.220 |
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Grade A, Type 10, STD |
1.500 |
1.276 |
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Bio, Grade A, Type 9 |
2.150 |
1.828 |
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FOB Izmir |
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Was wäre wenn?
Der türkische Trockenfruchtmarkt wurde zwei Jahre in Folge mit einer großen Ernte versorgt, in der Regel folgt auf eine üppige eine eher karge Saison. Einige Marktteilnehmer äußern daher Bedenken bezüglich der Sultaninenproduktion 2018 und fürchten einen Produktionseinbruch. Viele begrenzen die Kontraktlaufzeit daher bis Februar 2018, um gegebenenfalls neu verhandeln zu können, sollte sich ein schlechtes Erntejahr abzeichnen.