Sultaninen: 10% Verlust sind drin
31. Mai 2017 um 11:15 ,
Der AUDITOR
Lieferanten planen voraus
In den Anbaugebieten wurden Regenfälle und Hagel vorhergesagt. Um kein Risiko einzugehen, halten sich einige Lieferanten mit Kontraktangeboten für neuerntige Ware zurück. Größere Händler machen eine Mischkalkulation und sind gewillt, jetzt schon einen kleinen Teil (ca. 10%) des geplanten Handelsumsatzes anzubieten. Sie gleichen das gegebenenfalls später mit höheren Preisen wieder aus.
Um die Angebotspreise für prompte Lieferungen ebenfalls nach oben zu treiben, hat es dann aber doch nicht gereicht. Jedenfalls im konventionellen Bereich sorgen gute Verfügbarkeit und schwache Nachfrage für ein stabiles Niveau. Bio-Sultaninen konnten das Level der Vorwoche dagegen nicht halten und legten rund 75 USD/mt zu.
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Sultaninen, Türkei |
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Sorte |
USD/mt |
EUR/mt |
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Grade A, Type 8, STD |
1.245 |
1.115 |
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Grade A, Type 9, STD |
1.275 |
1.142 |
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Grade A, Type 10, STD |
1.425 |
1.276 |
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Bio, Grade A, Type 9 |
1.850 |
1.657 |
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FOB Izmir |
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Was Händler empfehlen
Aktuell rechnen Marktteilnehmer mit einer potentiellen Sultaninenproduktion von 310.000-320.000 mt – mögliche Ernteschäden durch Trockenheit oder Regen während der Reife- oder Trocknungsphase noch nicht eingerechnet.
Ein Blick auf die Wettersituation der kommenden Wochen lohnt sich. Generell empfehlen Händler allerdings, sich nur bis Ende Oktober/Anfang November einzudecken. Dann ist der größte Ansturm vorerst vorbei und die Preise sollten sich stabilisieren. In dieser Saison schwankten die Preise für türkische Sultaninen gerade einmal um rund 11 Cent (1,17-1,28 EUR/kg FOB Izmir), dank der schwächeren Türkischen Lira und dem stärkeren Euro mit sinkender Tendenz in den letzten Wochen.
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Export Sultaninen in mt |
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Saison |
mt |
Ø USD |
Ø EUR |
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2016/17 |
207.580 |
1.571 |
1.407 |
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2015/16 |
149.667 |
2.112 |
1.891 |
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seit Saisonbeginn |
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