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Studie: Junge Menschen setzen auf Nachhaltigkeit

25. Januar 2021 11:06, Der AUDITOR
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VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Die repräsentative Studie "Zukunft Gesundheit 2020" der Krankenkasse vivida bkk und der Stiftung "Die Gesundarbeiter", für die mehr als 1.000 junge Erwachsene zwischen 14 und 34 Jahren befragt wurden, zeigt erstaunliche Ergebnisse bezüglich der Ernährungsgewohnheiten und den Umgang mit Lebensmitteln betreffend.

Demnach kaufen 66% der Befragten Obst und Gemüse passend zur Saison, 58% sind bemüht, keine Lebensmittel wegzuwerfen. Der Fleischkonsum sinkt und das Thema Nachhaltigkeit rückt immer weiter in den Fokus. "Immer mehr junge Leute ändern ihr Konsumverhalten, um so einen positiven Beitrag für die Gesellschaft und auch für sich selbst zu leisten. Sie achten verstärkt auf einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil", sagt Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der vivida bkk. "Die Studienergebnisse belegen, dass die 14- bis 34-Jährigen sich dabei nicht auf wenige einzelne Aspekte konzentrieren, sondern das Thema umfassend angehen - also saisonal passend einkaufen, auf Regionalität achten, Nährwertangaben überprüfen, Bio-Produkte bevorzugen und das Verschwenden von Lebensmitteln vermeiden."

Regionalität und Nachhaltigkeit

Von den Befragten, bei denen eine nachhaltige und gesunde Ernährung eine immer wichtigere Rolle spielt, kaufen zwei Drittel passend zur Saison, und jeder Zweite greift bevorzugt zu regional angebauten Lebensmitteln. 58 Prozent achten nach eigener Aussage darauf, Lebensmittel nicht wegzuwerfen bzw. Lebensmittelreste zu verarbeiten. "Auch tierische Lebensmittel verlieren an Bedeutung. Jeder Vierte reduziert zum Beispiel den Milch- und Eier-Verbrauch, jeder Zweite legt sich weniger Fleisch auf den Teller", so Dr. Hantke. Auffällig sei, dass Frauen deutlich mehr Einsatz zeigen als Männer, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Ein positiver Beitrag für die Umwelt

Mit dem Trend zu einer nachhaltigen Ernährung verfolgen die jungen Leute mehrere Ziele: Neun von zehn geben an, sich dadurch gesünder zu fühlen, 81 Prozent möchten so einen Beitrag zur Umwelt leisten und 78 Prozent achten auch auf das Tierwohl. "Es gibt nicht nur den einen Grund, der die jungen Erwachsenen motiviert. Mit dem nachhaltigen Ernährungsstil wird eine Vielzahl positiver Effekte verbunden", so die Gesundheitsexpertin.

Ein Wunsch wiegt besonders schwer: Durch die Einführung eines Schulfachs Gesundheit, das sich 83 Prozent der jungen Leute wünschen, würde das Thema nachhaltige Ernährung im Rahmen der schulischen Bildung einen höheren Stellenwert einnehmen. Die vollständige Studie "Zukunft Gesundheit 2020 - Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt" finden Sie hier: www.vividabkk.de/studie

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