Sonnenblumenkerne: Preise in der Ukraine ziehen weiter an

22. April 2026 um 14:11 , Der AUDITOR
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KYJIW/SOFIA. In der Ukraine wurden bislang 6% der geplanten Sonnenblumenfelder besät. Die Preise ziehen jedoch weiter an. Serbien könnte die Anbaufläche von Mais, zugunsten von Sonnenblumenkernen und anderen Ölsaaten, reduzieren.

6% der Aussaat getätigt

In der Ukraine geht die Aussaat für die Sonnenblumenkernernte weiter voran. Bis zum Beginn dieser Woche waren landesweit insgesamt 293.600 ha besät worden, das sind 6% der geplanten Fläche. Auf die Oblaste Ternopil, Odesa und Mykolaiv entfallen aktuell jeweils 69.900 ha, 34.500 ha und 8.000 ha des Sonnenblumenkernanbaus.  

Die Rohwarenpreise legten in der vergangenen Woche derweil weiter zu. Während sich der Markt für Sonnenblumenkerne eher zurückhaltend zeigt, sorgen steigende Kosten für Öl und Fracht dafür, dass Sonnenblumenkerne mit nach oben ziehen. Experten sind zudem der Ansicht, dass Erzeuger, die jetzt noch über Rohware verfügen, derzeit mit allem ausgestattet sind, was sie für die Frühjahrsfeldarbeiten benötigen. Es besteht daher keine Notwendigkeit für sie, sich zeitnah von ihren Beständen zu trennen. Laut den Experten von APK-Inform legten die Preise in der Ukraine gegenüber der Vorwoche um 300-500 UAH auf 31.000-32.500 UAH/mt CPT Anlage zu.   

Preise bleiben stabil

Der bulgarische Sonnenblumenkernmarkt zeigt sich ebenfalls weiterhin zurückhalten. Die Preise für geschälte Bakery-Kerne lagen zuletzt auf einem Niveau von 1.050 EUR/mt FCA Bulgarien.

Auch hier geht die Aussaat für die Ernte 2026 weiter voran. Im Laufe der kommenden Woche dürfte die Europäische Kommission ihre aktualisierten Anbauprognosen für die EU-Sonnenblumenkernsaison 2026/2027 veröffentlichen. 

Sonnenblumenkerne

Sorte

EUR/mt

bakery, FCA Bulgarien

1.050

Rohware, in der Schale, CPT Varna

550

Quelle: Handel

Größere Anbauflächen in Serbien erwartet

In Serbien zeigt sich in diesem Jahr eine Trendwende. Nachdem es bei der Maisernte im vergangenen Jahr aufgrund der extremen Trockenheit zu hohen Verlusten kam, sollen die Bauern, laut einem Bericht von UkrAgroConsult, für die Saison 2026/2027 weniger Mais zugunsten von Sonnenblumenkernen und anderen Ölsaaten anbauen. Diese waren den hohen Temperaturen und der geringeren Niederschlagsrate deutlich besser gewachsen als das Getreide. Die Erzeuger erhoffen sich davon geringere Risiken und größere finanzielle Sicherheit in Anbetracht des sich verändernden Klimas.

Die Experten von Coceral hatten Serbiens Anbaufläche für 2026 in ihrem März-Bericht noch auf 244.000 ha geschätzt, gegenüber 242.000 ha im Vorjahr. Für Mais lag die Prognose mit 960.000 ha noch auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.  

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Sonnenblumenkerne, geschält, bakery, Osteuropa
- Preischart für Sonnenblumenkerne, ungeschält, schwarz, Bulgarien
- weitere Preischarts

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Preischart Sonnenblumenkerne, bakery, Osteuropa
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Preischart Sonnenblumenkerne, schwarz, in der Schale, Osteuropa

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