Senfsaat: Niederschläge könnten Qualität beeinträchtigen
14. September 2026 um 15:46 ,
Der AUDITOR
Ernte geht nur langsam voran
Niederschläge in den kanadische Anbauregionen könnten die Qualität der Senfsaaternte beeinträchtigen. Wie die Experten von Rayglen Commodities in ihrem aktuellen Bericht mitteilen, geht die Ernte auf den Feldern nur langsam voran. Entsprechend waren noch einige Flächen nicht abgeerntet, als heftige Regenschauer auftraten. Marktteilnehmer haben nun ein Auge darauf, ob die zusätzliche Feuchtigkeit der Qualität schadet.
Aus diesem Grund sorgten die Regenfälle dafür, dass die Preise leicht anzogen und auch weitere Preiskorrekturen seien nicht ausgeschlossen, so Rayglen Commodities. Gelbe Senfsaat notiert, je nach Lieferzeitpunkt, aktuell zwischen 0,37-0,40 CAD/lb ab Hof und braune Senfsaat notiert bei 0,35-0,37 CAD/lb.
EU-Importe um zwei Drittel gesunken
Die Senfsaatimporte in die EU lagen in den ersten zehn Wochen der neuen Saison deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zwischen dem 01.07.2026 und dem 06.09.2026 wurden laut den Daten der Europäischen Kommission insgesamt 9.535 mt Senfsaat aus Drittstatten importiert, das sind rund zwei Drittel weniger als letztes Jahr um diese Zeit. Der Einfuhrwert belief sich im oben genannten Zeitraum auf 6,961 Mio. EUR (-55%), der durchschnittliche Importpreis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33% auf 0,73 EUR/kg gestiegen.
Grund für diese extreme Differenz sind unter anderem die Lieferungen aus Brasilien von 6.695 mt, welche in den ersten Wochen der vergangenen Saison verzeichnet wurden und in diesem Jahr gänzlich fehlen. Aber auch die Lieferungen der meisten anderen Ländern waren rückläufig. Die Importe aus Kanada gingen im Jahresvergleich um 14% auf 5.325 mt zurück, ebenso wie die Lieferungen aus Kasachstan (-51% auf 2.046 mt), der Ukraine (-69% auf 1.163 mt), Russland (-88% auf 834 mt) und Moldawien (-66% auf 115 mt).
In der laufenden Saison sind die Niederlande (+343% auf 2.430 mt) bislang der wichtigste Abnehmer innerhalb der EU. Im Gegensatz dazu gingen die Lieferungen nach Belgien (-82% auf 2.230 mt), Polen (-78% auf 1.840 mt), Deutschland (-68% auf 1.360 mt) und Tschechien (-38% auf 923 mt) spürbar zurück.
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EU-Import Senfsaat in mt |
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|
Partner |
2025/26 |
2026/27 |
Diff. |
|
Kanada |
6.183 |
5.325 |
-13,9% |
|
Kasachstan |
4.210 |
2.046 |
-51,4% |
|
Ukraine |
3.723 |
1.163 |
-68,8% |
|
Russland |
6.812 |
834 |
-87,8% |
|
Moldawien |
341 |
115 |
-66,3% |
|
Indien |
47 |
29 |
-38,3% |
|
Türkei |
20 |
1 |
-95,0% |
|
Großbritannien |
41 |
1 |
-97,6% |
|
Belarus |
20 |
- |
n.v. |
|
Brasilien |
6.695 |
- |
n.v. |
|
Andere |
5 |
21 |
320,0% |
|
Gesamt |
28.097 |
9.535 |
-66,1% |
|
Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.07.-06.09. 12075090 Senfsamen, auch geschrotet (ausg. zur Aussaat) |
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