Kostenfrei

Quinoa: Peruanische Exporte im Aufwind

18. Dezember 2024 um 15:44 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

LIMA. Begünstigt durch das deutlich bessere Produktionsergebnis als im Vorjahr legten die Quinoaexporte aus Peru in diesem Jahr wieder deutlich zu. Aber nicht nur peruanische Händler konnten ihre Lieferungen in die EU in diesem Jahr steigern.

Novemberexporte um 5% gestiegen

Größere Anbauflächen und günstigere Wetterverhältnisse sorgten in diesem Jahr dafür, dass die Quinoaproduktion in Peru gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden konnte. Zuletzt wurde die Ernte 2024 auf 110.000 mt geschätzt, während das Vorjahresergebnis lediglich bei 70.336 mt lag.

Entsprechend gut entwickelten sich auch die Exporte aus Peru in den vergangenen Monaten. Laut fresh fruit wurden im November 2024 rund 5.064 mt Quinoa im Wert von 11,7 Mio. USD aus Peru exportiert, der durchschnittliche Exportpreis lag bei 2,31 USD/kg. Im gleichen Monat des Vorjahres lag die Ausfuhr bei 4.823 mt im Wert von 11,36 Mio. USD, der durchschnittliche Exportpreis lag derweil bei 2,36 USD/kg.

Mit 3.476 mt entfielen 69% der Exporte auf weiße Quinoa, rote Quinoa machte einen Anteil von 14% bzw. 750 mt aus und weitere 631 mt (12%) auf die gemischte Sorte Quinoa Tricolore. Gut ein Drittel der Gesamtexporte ging in die USA, diese importierten 1.701 mt Quinoa im Wert von 4,1 Mio. USD, weitere wichtige Abnehmerländer waren Kanada (394 mt im Wert von 838.000 USD) und Großbritannien (304 mt im Wert von 696.000 USD).

Im indischen Markt sind die Quinoapreise in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Während sie Mitte Oktober noch bei noch bei 871 USD/mt FOB Indien lagen, notieren sie aktuell auf einem Niveau von 801 USD/mt FOB. 

EU-Importe um gut ein Drittel gestiegen

In den ersten fünfeinhalb Monaten der Saison 2024/2025 (01.07.-16.12.2024) wurden insgesamt 10.770 mt Quinoa aus Drittstaaten in die EU importiert, damit ist die Einfuhr im Jahresvergleich um 35,8% gestiegen. Dabei sind die Lieferungen aus Peru um 47,4% auf 5.352 mt gestiegen und auch die Lieferungen aus Bolivien und Indien haben sich jeweils um 10,2% auf 4.476 mt bzw. um 1.040,9% auf 502 mt erhöht. Zudem sind gesteigerte Importe aus Marokko und Kanada zu verzeichnen. Hauptimporteure in der EU waren Deutschland (+21,5% auf 2.540 mt), die Niederlande (+42,2% auf 1.820 mt) und Spanien (+115,8% auf 1.500 mt). 

EU-Importe Quinoa* in mt

Ursprung

2023

2024

Diff.

Peru

3.630

5.352

47,4%

Bolivien

4.061

4.476

10,2%

Indien

44

502

1.040,9%

Marokko

0

294

n.v.

Kanada

0,17

80

46.958,8%

Andere

196

66

-66,3%

Gesamt

7.931

10.770

35,8%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.07.-16.12.

10085000 Quinoa, “Chenopodium, quinoa”

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
21.05.2026
CHICAGO/PARIS. Die Wettermärkte in den USA und Europa mischen die Märkte auf. Aber der Rohölpreis sinkt durch den aus den USA gesteuerten Markt deutlich. Starkregen bedroht Russland. MARS erwartet niedrigere EU-Getreideerträge. Ukraine nutzt Mais-Nachfrage aus Südostasien.
Getreide
19.05.2026
CHICAGO/PARIS. Schwache Winterweizenernte in den USA, Chinas Kaufzusagen für US-Agrarprodukte sowie höhere Ölpreise treiben Terminkurse. Aber der Importbedarf Nordafrikas schrumpft, was die Kurse drückt. Algerien eröffnet Weizenausschreibung.
Getreide
14.05.2026
CHICAGO/PARIS. Der neue WASDE-Report beleuchtete erstmals die Einschätzungen des USDA zu den neuen Welternten 2026/27. Wegen schlechter Ertragserwartungen zur neuen US-Weizenernte löste dies eine historische Rallye am Weizenmarkt aus.
Getreide
12.05.2026
CHICAGO/PARIS. US-Präsident Donald Trump hat den Verhandlungsvorschlag aus Teheran abgelehnt, was die Getreidepreise wieder hochkatapultiert hat. In den USA tendiert Weizen wegen Trockenheit im Corn Belt fester als in Europa. Ägypten will Subventionen für Brotweizen stoppen.