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Pistazien: Überflutungen gefährden US-Plantagen

9. August 2023 um 12:50 , Der AUDITOR
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SACRAMENTO. Während Kalifornien mit seinem üblicherweise heißen und trockenen Wetter gute Anbaubedingungen für Pistazien bietet, bereiten in diesem Jahr Überflutungen den Erzeugern Kopfzerbrechen. Die Exporte sind indes weiterhin sehr erfolgreich.

Exporte steigen weiter

Die US-Pistazienexporte laufen weiterhin sehr zufriedenstellend. So lieferten die Vereinigten Staaten nach Angaben des US Pistachio Committee im Zeitraum 1. September 2022 bis 30. Juni 2023 insgesamt 350.659 mt Pistazien ins In- und Ausland, das sind 8,5% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der größte Abnehmer war dabei mit 93.649 mt der Inlandsmarkt, obwohl die Lieferungen hier im Jahresvergleich um 7,8% zurückgingen. Der wichtigste ausländische Abnehmer war China mit einem Zuwachs von 7,7%, gefolgt von der Türkei – hier nahmen die Lieferungen um satte 69,4% zu. Deutschland, das Platz 4 der wichtigsten Ziele belegt, importierte im Jahresvergleich hingegen ein Drittel weniger Pistazien aus den USA.

US-Pistazienexporte und Inlandslieferungen, in mt

Land

2021/22

2022/23

Diff.

USA

101.532

93.649

-7,8%

China

61.448

66.167

7,7%

Türkei

15.621

26.458

69,4%

Deutschland

31.744

21.515

-32,2%

Indien

6.287

15.372

144,5%

Vietnam

6.701

11.064

65,1%

Hongkong

9.048

9.773

8,0%

Italien

5.091

9.680

90,1%

Spanien

10.820

9.182

-15,1%

VAE

4.378

8.886

103,0%

Andere

70.398

78.913

12,1%

Gesamt

323.068

350.659

8,5%

Quelle: US Pistachio Committee, 01.09.-30.06.

Größere Anbaufläche

Während sich die Exporteure also zufrieden zeigen können, sind die kalifornischen Pistazienfarmer sehr besorgt. Allgemein betrachtet biete Kalifornien gute Bedingungen für den Anbau, da die Nüsse mit den heißen und trockenen Bedingungen gut zurechtkommen. Wie Capital Press berichtet, ist die Anbaufläche deshalb allein im Jahr 2022 um 74.614 Acres angewachsen, denn die Nachfrage nach den grünen Nüssen ist weltweit hoch. Nach Angaben des Administrative Committee for Pistachios wurden in den vergangenen zwei Jahren auf jeweils 35.000 Acres neue Pistazienbäume gepflanzt. Food Dive ergänzt, dass dies auch eine Investition in die Zukunft ist, da es relativ lange dauert, bis die Bäume ihre volle Fruchtbarkeit erreichen – dies ist erst mit 8 bis 12 Jahren der Fall. Kalifornien ist der mit Abstand wichtigste US-Anbaustaat; Arizona und New Mexico sind allerdings langsam auf dem Vormarsch.

Schwere Zeiten für Erzeuger

Obwohl die Bedingungen also generell gut für den Pistazienanbau sind, haben die kalifornischen Erzeuger in diesem Jahr mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen. Wie unter anderem die Los Angeles Times berichtet, sorgen Überflutungen dafür, dass die Plantagen teilweise fußhoch unter Wasser stehen. Dies kann schlimmstenfalls Konsequenzen wie Wurzelfäule nach sich ziehen, was zum kompletten Verlust der Bäume führen kann. Während in den vergangenen Jahren eher große Trockenheit zu Ernteeinbußen geführt hatte, ist es in diesem Jahr die zu hohe Feuchtigkeit. Food Dive zufolge versuchen einige Erzeuger, das Positive zu sehen und hoffen, dass eine Knappheit die Nachfrage ankurbeln könnte – dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die Folgen schwerwiegend sein können. Da der Iran und die Türkei große Ernten erwarten, dürfte es auf dem Weltmarkt zudem eine stärkere Konkurrenz für US-Pistazien geben.

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
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