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Pistazien: Klimawandel mit Folgen

5. Oktober 2021 um 15:24 , Der AUDITOR
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BIRDSCHAND. Die Pistazienproduktion in der iranischen Provinz Süd-Khorasan ist seit mehr als zwanzig Jahren von der starken Trockenheit betroffen. Temperaturschwankungen, geringere Niederschläge und Feuchtigkeit verursachen jedes Jahr große Schäden. In diesem Jahr wird jedoch nicht nur ein Produktionsrückgang erwartet, sondern die Landwirte sehen sich mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert.

Dürre beeinflusst die Produktion in Süd-Khorasan

Süd-Khorasan steht an fünfter Stelle der iranischen Pistazienproduktion und große Mengen werden von hier aus exportiert. Während die Produktion von getrockneten Pistazien in Süd-Khorasan im letzten Jahr bei 15.000 mt lag, werden in diesem Jahr nur etwa 14.500 mt geerntet werden. Problematisch waren die Stürme im August, die vor allem in den Bezirken Boshruyeh, Ferdows und Nahbandan enorme Schäden verursachten. Das Ausmaß ist beträchtlich, denn auf rund 23 Hektar wurden Schäden zwischen 5% und 50% gemeldet; insgesamt werden dort auf 25.120 Hektar Pistazien angebaut.

Die wichtigsten Sorten, die in Süd-Khorasan angebaut werden, sind Kale Ghuchi, Akbari, Badami, Fandoghi und Ahmad Aghaei. Diese Sorten haben den Vorteil, dass sie früh reif werden. Der Klimawandel stellt jedoch eine enorme Herausforderung dar. Vor allem, weil Dürreperioden die relative Luftfeuchtigkeit verändert haben und Schädlinge und Krankheiten sich leichter in den Obstplantagen ausbreiten können. Die geringeren Niederschläge haben außerdem zu einer Zunahme der Staubentwicklung und zu Temperaturschwankungen geführt, die die Produktion beeinträchtigen. Auch die trockenere Luft wirkt sich nachteilig auf die Pistazien aus. Ein wirksames Wassermanagement ist von entscheidender Bedeutung, und es ist beabsichtigt, den Erzeugern Zuschüsse für die Installation von Druckbewässerungsanlagen zu gewähren.

Erzeuger sind die Verlierer

Rund 9.000 Landwirte sind für die Ernte verantwortlich, erzielen aber alles andere als faire Preise. Während Frost, Schädlinge und Hagel die Produktionskosten in die Höhe treiben, neigen viele Händler dazu, grüne und reife Pistazien direkt von den Erzeugern zu einem Preis unter dem Marktpreis zu kaufen. Häufig legen sie auch die Preise bis zu drei Monate im Voraus fest. Hinzu kommt, dass frische Pistazien sehr beliebt sind, jedoch nur wenig Gewinn abwerfen. Die Inlands- und Exportpreise sind weitgehend stabil. Eine Ausnahme bilden die Ahmad-Aghaei-Pistazien der Größe 26-28, die um 20 EUR/mt höher gehandelt werden als Mitte September.

Pistazien, Iran

Typ

EUR/kg

Ahmad Aghaei, 24-26

9,35

Ahmad Aghaei, 26-28

9,03

Akbari, 20-22

9,95

Akbari 22-24

9,55

Kale Ghochi, 22-24

8,75

Kale Ghochi 24-26

8,56

Fandoghi, 30-32

8,16

Fandoghi 32-34

7,96

FOB Iran, Abnahmemenge 1 mt

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
Preischarts Pistazien, Iran
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