Nüsse

Pinienkerne: Welternte soll sich verdreifachen

22. Juli 2020 13:48, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

PEKING/MOSKAU. Gute Ernteprognosen für die Saison 2020/2021 drücken auf die Spotpreise und auch für neue Ernte gibt es bereits Offerten.

Aktuelle Produktionsschätzungen

Nach dem enttäuschenden Produktionsergebnis 2019/2020 von gerade einmal 57.810 mt, ist laut den Daten des International Nut and Dried Fruit Council (INC) in der kommenden Saison 2020/2021 eine merkliche Ertragssteigerung zu erwarten. Weltweit soll eine Ernte von 141.085 mt erzielt werden, damit würde sich die Produktion im Vorjahresvergleich verdreifachen.

China soll das potential haben, zum Hauptanbauland aufzusteigen. Gefolgt von Russland mit 40.000 mt und Nordkorea mit 35.000 mt. In europäischen Ländern wie der Türkei und Spanien ist ebenfalls mit einem Produktionsplus zu rechnen, während Portugal ein Viertel des Ertrages einbüßen könnte. 

Produktion Pinienkerne in der Schale in mt

Fernost

2019/20

2020/21

Diff.

China

14.500

42.000

189,7%

Russland

17.000

40.000

135,3%

Nordkorea

12.000

35.000

191,7%

Afghanistan

5.000

9.700

94,0%

Pakistan

5.000

9.300

86,0%

Zwischensumme

53.500

136.000

154,2%

Mittelmeerraum

2019/20

2020/21

Diff.

Türkei

1.300

1.400

7,7%

Portugal

2.000

1.500

-25,0%

Spanien

500

1.250

150,0%

Italien

400

500

25,0%

Andere

110

435

295,5%

Zwischensumme

4.310

5.085

18,0%

Gesamt

57.810

141.085

144,0%

Quelle: INC Webinar 2020

Preisindikationen für neue Ernte

Bereits in den vergangenen Wochen sanken die Preise aufgrund der pandemie-bedingten schwachen Nachfrage. Inzwischen bieten chinesische Exporteure Pinus Sibirica, 950er count ab 14.300 USD/mt CFR Hamburg an. Pinus Pumila, 2.200er count, Ernte 2020 ist ab 9.900 USD/mt CFR Hamburg zu bekommen, Lieferung kann Ende September erfolgen. 

Pinienkerne

Sorte

USD/mt

Pinus Sibirica, 950er count, Ernte 2019

14.300

Pinus Pumila, 2.200er count, Ernte 2020

9.900

CFR Hamburg

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
01.12.2021
MANILA. Neben den hohen Rohwarenpreisen haben auch die Exportpreise für Kokosraspel angezogen. Und da bekanntlich aller schlechten Dinge drei sind, ist auch bei den Frachtkosten keine Erleichterung in Sicht.
Nüsse
30.11.2021
MASCHAD. Obwohl die Erzeuger in der iranischen Provinz Razavi-Chorasan qualitativ hochwertige Pistazien produzieren, wird mit dem Export nicht viel Gewinn erzielt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es an entsprechenden Organisationen und Pistazienexportverbänden mangelt. Außerdem hat die Produktion in diesem Jahr unter den ungünstigen Wetterbedingungen gelitten.
Nüsse
29.11.2021
ORDU. Mit der öffentlichen Bekräftigung, dass er nicht die Absicht hat, die lockere Geldpolitik der Türkei zu ändern, hat Präsident Erdoğan die Lira letzte Woche erneut auf Talfahrt geschickt. In nur einem Monat hat die Lira25 % an Wert gegenüber dem Euro verloren. Dies und andere Ungewissheiten haben den Haselnussmarkt ins Chaos gestürzt.
Nüsse
29.11.2021
HANOI. Wie Cornhouse und der INC berichten, sind auf den Weltmärkten mehr als genug Cashewkerne verfügbar. Die Exporte bereiten gewisse Schwierigkeiten, die allerdings durch eine neue Containerschiffroute im indischen Ozean Erleichterung erfahren sollten.