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Pekannüsse: Trockenheit vs. Überschwemmungen

27. Oktober 2022 um 15:59 , Der AUDITOR
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ATLANTA/REUS. Während heftige Regenfälle in den nordamerikanischen Anbaugebieten teilweise zu Überflutungen geführt haben, haben andere Länder wie China und Brasilien mit starker Trockenheit zu kämpfen. Beide Wetterphänomene wirken sich auf den Pekannussanbau aus.

Erntesteigerungen in Nordamerika

Wie der International Nut and Dried Fruit Council (INC) berichtet, hat die mexikanische Regierung noch keine offizielle Angabe bezüglich der Pekannussernte 2021 veröffentlicht. Auf Grundlage der USDA-Importzahlen wird die Menge allerdings auf 128.425 mt Pekannüsse in der Schale geschätzt. Die Qualität der 2022er Ernte wird mit gut angegeben, da starke Regenfälle im September zur richtigen Zeit für die notwendige Bewässerung gesorgt haben. Das Erntevolumen 2022 wird derzeit auf 145.151 mt geschätzt, was einer Steigerung von 13% gegenüber dem Vorjahr entspräche. Mexiko bleibt auch weiterhin das wichtigste Produktionsland.

Die heftigen Niederschläge haben auch den Pekannussgürtel in den USA nicht verschont und dort teilweise zu Überschwemmungen geführt, die laut dem INC allerdings nur zu geringen Ernteschäden geführt haben. Im Großen und Ganzen waren die Anbaubedingungen günstig und die Qualität der Nüsse dürfte überzeugen. Für die Saison 2022/23 wird eine Erntemenge von 137.893 mt Pekannüssen in der Schale prognostiziert, was einer Steigerung von mehr als 19% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die höheren Kosten für Düngemittel, Energie etc. dürften große Preisrückgänge allerdings verhindern.

Dürre verringert Brasiliens Ernte

In China werden in neun Provinzen Pekannüsse angebaut, und dem INC zufolge tragen etwa 30% der Plantagen zurzeit Nüsse. Obwohl in einigen Anbaugebieten, vor allem im Einzugsgebiet des Yangzi-Flusses, in diesem Jahr eine überdurchschnittliche Trockenheit herrscht, soll die Ernte mit 4.200 mt Pekannüssen in der Schale um 5% über der des Vorjahres liegen. Die Schätzungen des USDA liegen aktuell mit 6.000 mt deutlich darüber.

Trockenheit ist auch das Stichwort für den Pekannussanbau in Brasilien. Die dortige Dürre hat zu einem Ernterückgang von satten 50% geführt und das diesjährige Erntevolumen wird auf 3.000 mt geschätzt. Insgesamt war der Ertrag gut, die Größe der Kerne lässt allerdings zu wünschen übrig. Gute Nachrichten gibt es von der Exportseite, denn sowohl die Ausfuhren der ungeschälten als auch die der geschälten Nüsse hat dem INC zufolge zugenommen. Für 2023 sind die Aussichten mit schätzungsweise 7.000 mt besser, allerdings sind auch diesmal unterdurchschnittliche Regenfälle angesagt, sodass das Ergebnis abzuwarten bleibt.

Produktion Pekannüsse in der Schale in mt

Land

2021/22

2022/23

Diff.

Mexiko

128.425

145.151

13,0%

USA

115.803

137.893

19,1%

Südafrika

19.112

30.500

59,6%

China

4.000

4.200

5,0%

Australien

3.411

2.950

-13,5%

Brasilien

6.000

3.000

-50,0%

Andere

5.500

5.500

0,0%

Gesamt

282.251

329.194

16,6%

Quelle: INC, Oktober 2022

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