Macadamias: Große Ernten erwartet
8. Juli 2026 um 11:36 ,
Der AUDITOR
Lage auf dem Weltmarkt ändert sich
Der Macadamiamarkt ist mit festen Preisen in das Jahr 2026 gestartet. Ausschlaggebend dafür waren geringe Lagerbestände aus der Vorjahresernte sowie das knappe Angebot nach der deutlich kleineren Ernte 2025 in wichtigen Ursprungsländern wie Südafrika und Australien. Vor allem ganze Macadamiakerne waren nur begrenzt verfügbar, während die Nachfrage stabil blieb; das berichten die Experten von ofi in ihrem jüngsten Marktupdate.
Mit Beginn der Ernte 2026 verändert sich die Marktlage jedoch. In den kommenden zwei bis drei Monaten wird ein deutlich höheres Angebot erwartet, da die Ernten in den wichtigsten Ursprungsländern zunehmen. Gleichzeitig besteht Unsicherheit darüber, ob die Nachfrage – insbesondere aus China – mit dem wachsenden Angebot Schritt halten wird.
China schafft Einfuhrzölle auf südafrikanische Macadamias ab
Für Südafrika wird 2026 eine deutlich größere Ernte als im Vorjahr erwartet; die Schätzungen liegen derzeit bei 93.000-95.000 mt Macadamias in der Schale (NIS). Anhaltende starke Niederschläge in den wichtigsten Anbaugebieten führen jedoch zu Herausforderungen bei Ernte, Verarbeitung und Qualität. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die Nachfrage Chinas. Positiv wirkt sich die Abschaffung des chinesischen Einfuhrzolls auf südafrikanische Macadamianüsse in der Schale und Macadamiakerne aus. Dies dürfte das Kaufinteresse fördern.
Exporte bleiben wichtiger Faktor in Kenia
Die ersten Ernteschätzungen in Kenia fallen besser aus als erwartet. Ausreichende Niederschläge haben die Entwicklung der Nüsse begünstigt, und in einigen Regionen beginnt die Ernte in Kürze. Ein wichtiger Einflussfaktor bleiben die Exporte. Kenia hatte den Export von Macadamianüssen in der Schale zugunsten der heimischen Verarbeitung untersagt. Mögliche Änderungen dieser Regelung könnten das Angebot an Macadamiakernen in den kommenden Wochen beeinflussen.
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Macadamias, Kenia |
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Sorte, Ernte 2025 |
EUR/kg |
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Style 2 |
12,00 |
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Style 4L |
7,50 |
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Style 5 |
6,50 |
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Style 6 |
6,00 |
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FCA NL; Preisindikationen |
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Gute Aussichten in Australien
Auch in Australien wird für 2026 eine deutlich höhere Ernte erwartet, nämlich geschätzte 56.000-58.000 mt NIS. Eine verbesserte Blütenbildung und das zunehmende Alter der Plantagen stützen die Ernteaussichten. Nach ersten Feldberichten entwickeln sich die Nüsse gut, die endgültige Erntemenge und Qualität hängen jedoch weiterhin von den Witterungsbedingungen während der Ernte ab. Die Erzeugerpreise bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres und werden durch die anhaltend starke Nachfrage nach australischen Macadamiakernen gestützt. Gleichzeitig setzt der schwächere US-Dollar gegenüber dem australischen Dollar die Exportpreise unter Druck, so ofi.
Und die australische Macadamia-Industrie ist weiter auf Wachstumskurs: Laut der Australian Macadamia Society (AMS) umfasst die Anbaufläche inzwischen 47.659 Hektar mit über 15 Mio. Bäumen. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 2.200 Hektar (+5%) gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Anbaufläche verdoppelt. Rund 38.500 Hektar (81%) der Flächen sind bereits im ertragsfähigen Alter, während knapp 9.000 Hektar aus jüngeren Plantagen bestehen und künftig zur Produktionssteigerung beitragen werden.
Die Region Bundaberg bleibt mit über 20.000 Hektar die größte Anbauregion Australiens und verfügt über 44% der gesamten Macadamia-Anbaufläche. Gleichzeitig verzeichnete sie mit rund 2.000 zusätzlichen Hektar den stärksten Flächenzuwachs. Im tropischen Queensland wuchs die Anbaufläche um 17% bzw. mehr als 400 Hektar, Maryborough legte um knapp 100 Hektar zu. Insgesamt entfallen 65% der australischen Macadamia-Anbaufläche auf Queensland und 35% auf New South Wales. Die AMS weist zudem darauf hin, dass regionale Veränderungen sowohl Neupflanzungen als auch Rodungen umfassen: In der Region Northern Rivers wurden 408 Hektar neu angelegt, gleichzeitig jedoch 496 Hektar bestehender Plantagen entfernt.
Globale Preisentwicklung
Kurzfristig werden die internationalen Preise weiterhin durch die niedrigen Lagerbestände und das begrenzte Angebot gestützt. Mit dem Fortschreiten der Ernte und der steigenden Verfügbarkeit wird jedoch ein allmählicher Preisrückgang erwartet, insbesondere bei Macadamiakernen niedrigerer Qualitäten. Die weitere Preisentwicklung hängt maßgeblich von der tatsächlichen Erntemenge, der Qualität der Ernte sowie der Nachfrage ab, so ofis Marktexperten.
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