Kostenfrei

Pekannüsse: Südafrika profitiert von Chinas Zollpolitik

1. Oktober 2025 um 11:44 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

KAPSTADT. Die diesjährige Pekannussernte in Südafrika ist so gut wie abgeschlossen, und die Ergebnisse sind durchweg positiv. Da China keine Zölle auf südafrikanische Waren erhebt, wird ein Großteil der Ernte dorthin exportiert. Die EU-Importe liegen ein wenig höher als im Vorjahr.

99% der Exporte gehen nach China

In Südafrika neigt sich die diesjährige Pekannussernte dem Ende entgegen, und die Experten von Produce Report sprachen im Zuge dessen mit RP Campher von der South African Pecan Nut Producers Association. Laut Campher zeichnet die Ernte ein gutes Bild mit hohen Erträgen ab. Dabei wurde sogar ein neuer Rekord aufgestellt: Bis zur KW 38 wurden rund 49.700 mt Pekannüsse in der Schale produziert, von denen 41.600 mt exportiert wurden. Das sind noch einmal deutlich mehr als das letztjährige Rekordergebnis, bei dem die Produktion bei 37.157 mt lag, von denen 33.708 mt exportiert wurden. Vor allem die wichtigen Ausfuhren nach China halten sich stabil auf einem extrem hohen Niveau; satte 99% der südafrikanischen Exporte ungeschälter Pekannüsse sind für das asiatische Land bestimmt. Im Juni hatte China eine Nullzollpolitik für alle Produkte aus den 53 afrikanischen Ländern eingeführt, mit denen diplomatische Beziehungen unterhalten werden; das kommt den Pekannussexporteuren sehr zugute. Die restliche Menge der südafrikanischen Pekannüsse wird zu geschälten Kernen für den Inlands- und Exportmarkt verarbeitet.

Gute Qualität

Laut Campher und Produce Report haben gutes Wetter sowie problemlose Verarbeitungs- und Lieferprozesse eine zuverlässige Versorgung garantiert. Auch die Qualität kann in diesem Jahr überzeugen. Etwa 97% der exportierten Pekannüsse können mit einem Kernertrag von über 55% aufwarten, und die Kernfülle sowie eine gleichmäßige Größe sind sehr zufriedenstellend. „Diese Ergebnisse spiegeln die kontinuierlichen Verbesserungen der südafrikanischen Anbaupraktiken, des Erntemanagements, der Verarbeitungskapazitäten und der Lieferkettenkoordination wider“, so Produce Report.

EU-Importe leicht gestiegen

Die EU-Pekannussimporte seit Jahresbeginn liegen um 4,3% höher als im Vorjahr. Dabei sind die USA mit 7.226 mt der wichtigste Lieferant, trotz eines Rückgangs von 15,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Platz zwei folgen Mexiko mit 5.663 mt (+39,6%) und Südafrika, das seine Lieferungen in die EU um satte 153,8% steigern konnte. Der wichtigste EU-Abnehmer im genannten Zeitraum waren die Niederlande, Deutschland und Spanien. Der durchschnittliche Importwert liegt mit 9,95 EUR/kg um 7% über dem des Vorjahres.

EU-Import Pekannüsse in mt

Partner

2023/24

2024/25

Diff.

USA

8.558

7.226

-15,6%

Mexiko

4.058

5.663

39,6%

Südafrika

184

467

153,8%

Argentinien

84

89

6,0%

Brasilien

0

48

-

Bolivien

0,002

35

1.749.900,0%

Andere

150

60

-60,0%

Gesamt

13.034

13.588

4,3%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-28.09.

08029910 Pekan-(Hickory-)Nüsse, frisch oder getrocknet

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
25.08.2026
MANILA/NEU-DELHI. Die Märkte für philippinische Kokosprodukte bleiben bei verhaltenem Handel ruhig. Gleichzeitig sorgen steigende Palmölpreise und die zunehmenden El-Niño-Risiken für Unterstützung am Markt. Indiens Kokosexporte legten 2025/26 deutlich zu.
Nüsse
25.08.2026
MADRID/SACRAMENTO. Spinnmilben werden die Ernte im spanischen Córdoba beeinträchtigen. Die Mandelexporte in die USA sind sprunghaft angestiegen. Die Preise kennen nur eine Richtung.
Nüsse
24.08.2026
NEU-DELHI/HO-CHI-MINH-STADT. Die Nachfrage spielte eine entscheidende Rolle für die Marktdynamik in Burkina Faso und Togo. In Vietnam haben Käufer und Verkäufer Schwierigkeiten, sich zu einigen. In Indien wirkt sich die Festsaison auf die Nachfrage aus. Die weltweite Produktion wird geringer ausfallen als im Vorjahr.
Nüsse
24.08.2026
REUS/BRÜSSEL. Sowohl in Asien als auch im Mittelmeerraum soll die Pinienkernernte 2026/2027 wieder deutlich besser ausfallen. EU-Länder haben in den vergangenen zwölf Monaten rund 21% weniger Pinienkerne aus Drittstaaten importiert.