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Pekannüsse: Nordamerikanische Ernten fallen deutlich kleiner aus

28. März 2022 um 10:46 , Der AUDITOR
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REUS/ATLANTA. In den USA und Mexiko, den wichtigsten Pekannuss-Anbauländern, kam es durch die heftige Dürre im Jahresvergleich zu merklichen Produktionsrückgängen. Brasilien und China konnten hingegen deutliche Steigerungen verzeichnen.

Später Erntebeginn in den USA

Nachdem die Ernte in den nordamerikanischen Anbaugebieten Mexikos und in den USA kleiner als erwartet ausgefallen ist, bleibt der Markt dort relativ fest. In seinem aktuellen Report berichtet der International Nut and Dried Fruit Council (INC), dass ein ungewöhnlich warmer Herbst in den USA zu einem späten Erntebeginn geführt hatte, vor allem in den südöstlichen Anbauregionen. Da die Ernte bis weit in den November hinein andauerte, verpassten die Erzeuger wichtige Feierlichkeiten wie das chinesische Neujahrsfest, sodass die US-Exporte von Pekannüssen in der Schale im Vergleich zum Vorjahr um 54% gesunken waren. Die Preise für US-Ware sind auf dem europäischen Spotmarkt weiterhin hoch, haben aber in den letzten Wochen leicht nachgegeben; Fancy Junior Mammoth Halves kosten hier aktuell 12,60 EUR/kg FCA Spanien.

Pekannüsse, USA

Sorte

EUR/kg

USD/kg

Geschält, Fancy Junior Mammoth Halves

12,60

13,80

Large Pieces

10,15

11,10

Small Pieces

10,05

10,95

FCA Spanien

Trockenheit in Mexiko

Auch in Mexiko kam es aufgrund der schweren Dürre zu einem Ernterückgang von über 38% im Vergleich zum Vorjahr, was sich ebenfalls merklich auf die Ausfuhren auswirkte. Vor allem die Lieferungen von ungeschälten Pekannüssen nach China sanken im Vergleich zu ihrem Höchstwert im Jahr 2019 um die Hälfte. Es bleibt nun abzuwarten, wie stark sich der Wasserstress auf die Bäume ausgewirkt hat und ob Mexiko sich in diesem oder nächstem Jahr wieder mit einer großen Ernte zurückmeldet. Die mexikanische Ernte für die Saison 2021/22 beläuft sich den aktuellen INC-Schätzungen zufolge auf 101.606 mt.

Südafrika kämpft mit Transportproblemen

In Südafrika sah die Ernte 2021 deutlich besser aus, was einige chinesische Händler dazu veranlasste, ihre Ware dort statt in den USA oder Mexiko zu kaufen. Bei den Verschiffungen taten sich diverse Schwierigkeiten auf, unter anderem durch Arbeitermangel an den Häfen und der geringen Anzahl verfügbarer Container. Für 2022 zeigt sich der INC nun, da die Bäume in den Anbauregionen zu tragen beginnen, sehr optimistisch; erste vorsichtige Schätzungen belaufen sich auf gut 24.000 mt, sodass das Land seine Ernte um etwa ein Viertel steigern könnte.

Produktion Pekannüsse in der Schale in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

USA

138.510

117.028

-15,5%

Mexiko

164.300

101.606

-38,2%

Südafrika

19.200

19.600

2,1%

Brasilien

3.500

6.000

71,4%

China

1.350

4.000

196,3%

Australien

2.086

3.255

56,0%

Argentinien

1.300

2.000

53,8%

Andere

1.900

3.500

84,2%

Gesamt

332.146

256.989

-22,6%

Quelle: INC, März 2022

Baldiger Erntebeginn in Brasilien

Brasilien konnte seine Pekannuss-Ernte 2021 im Jahresvergleich um satte 71% steigern, allerdings rechnen Experten damit, dass das Volumen 2022 – die Ernte beginnt hier nächsten Monat – wieder geringer ausfallen wird. Das ist vor allem der großen Trockenheit zuzuschreiben, auch wenn die Farmer einiges davon durch künstliche Bewässerung ausgleichen konnten, vor allem in den jüngeren Plantagen. Die Aussichten für die brasilianischen Exporte sind indes durchaus positiv und es gab mehrere Abschlüsse mit Europa, dem Nahen Osten und Asien, sowohl für Pekannusskerne als auch für Nüsse in der Schale.

Größere Anbaufläche in China

In China hat das Erntevolumen im Jahresvergleich um 193% zugelegt, da die dortigen Farmer ihre Anbaufläche in den letzten zehn Jahren erheblich vergrößert haben. Die chinesischen Händler beginnen verstärkt damit, Ware aus dem eigenen Land zu kaufen, allerdings ist hier dem INC zufolge noch viel Spielraum nach oben, da nach wie vor ein Großteil aus dem Ausland bezogen wird.

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