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Paranüsse: Peru verzeichnet Exportplus

4. September 2023 um 16:43 , Der AUDITOR
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LIMA. Im Jahresvergleich konnte Peru seine Paranussausfuhren mengenmäßig steigern, der Exportwert ist allerdings geringer als 2022. Die Branche sieht sich außerdem mit ernstzunehmenden Schwierigkeiten konfrontiert.

Südkorea ist wichtigstes Exportziel

Einem aktuellen Bericht von Agrodata zufolge hat Peru im Zeitraum Januar-Juli 2023 insgesamt knapp 3.146 mt Paranüsse im Wert von gut 16,47 Mio. USD ins Ausland geliefert. Das entspricht einem Anstieg des Volumens im entsprechenden Vorjahreszeitraum (2.620 mt), der Exportwert, der zwischen Januar und Juli 2022 erzielt wurde, lag mit knapp 18,85 Mio. USD allerdings merklich höher. Das wichtigste Exportziel für peruanische Paranüsse war 2023 bisher Südkorea, in das Paranüsse im Wert von 5,28 Mio. USD geliefert wurden, gefolgt von den USA (3,33 Mio. USD), Finnland (1,02 Mio. USD), der Türkei (760.675 USD), den Niederlanden (592.561 USD) und Litauen (592.416 Mio. USD).

Klimawandel und Rodung gefährden Bestand

Die Experten von Wholesale Nuts and Dried Fruit berichten indes von einer alarmierenden Verknappung an Paranüsse auf dem Weltmarkt, die in den letzten Jahren zu stetig steigenden Preisen geführt hat. Besonders die Auswirkungen des Klimawandels machen sich dabei bemerkbar. Paranussbäume wachsen vor allem im bolivianischen Amazonasgebiet; steigende Temperaturen und vermehrte Niederschläge führen hier dazu, dass die Bäume weniger Nüsse produzieren, und auch die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten verringert die Erträge. Dazu kommt die Abholzung der Regenwälder, durch die der natürliche Lebensraum der Paranussbäume drastisch reduziert wird. Die Experten geben an, dass immer mehr ansässigen Erzeugern dadurch die Lebensgrundlage genommen wird. Zwar wird vermehrt an der Forschung für bessere Anbau- und Erntemethoden gearbeitet, letztlich können aber nur der Schutz des Regenwaldes sowie die Wiederaufforstung mit Paranussbäumen hier langfristigen Erfolg bringen.

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