Nüsse

Mandeln: US-Exporte kommen nicht hinterher

15. März 2022 14:27, Der AUDITOR
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SACRAMENTO. Von Erholung sind die US-Mandelexporte weit entfernt, denn auch im Februar lag das Ausfuhrvolumen erneut 11% hinter dem des Vorjahresmonats. Auch die Inlandslieferungen sind dieses Mal zurückgegangen. Erzeuger versuchen derweil noch immer, den Frostschaden zu bestimmen.

Gesamtexporte um 20% gesunken

Im Februar 2022 wurden rund 90.000 mt US-Mandeln mit und ohne Schale ins In- und Ausland geliefert, letztes Jahr um diese Zeit lag die Ausfuhr bei 106.235 mt. Wenn schon die Auslandsnachfrage schwächelte, war zumindest die Inlandsnachfrage in den vergangenen Monaten stabil geblieben. Nun gingen jedoch auch die Inlandslieferungen zurück, um 24% auf 24.213 mt und auch Deutschland, einer der fünf wichtigsten Abnehmer für US-Mandeln, reduzierte die Einfuhr im Jahresvergleich um gut ein Viertel auf 4.985 mt. Die Lieferungen nach China/Hongkong nehmen ebenfalls stetig ab. Höhere Lieferungen wurden im Februar dagegen nach Spanien (+13% auf 9.514 mt), Indien (+2% auf 9.189 mt) und in die Niederlande (+51% auf 4.972 mt) verzeichnet.

Auf die Gesamtsaison gesehen gingen die Inlandslieferungen um 3% auf 201.910 mt zurück, das Exportvolumen sank um gut 20% auf 450.429 mt. Viele große Abnehmerländer haben ihre Importe im Jahresvergleich maßgeblich reduziert, wobei der Grund neben vorrausschauender Deckung vor allem auch Lieferverzögerungen durch fehlende Lieferkapazitäten und Arbeitskräftemangel waren. 

Mandelexport und Inlandsbedarf* USA in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

USA

208.977

201.910

-3,4%

Indien

118.897

97.163

-18,3%

Spanien

59.711

44.856

-24,9%

China/Hongkong

57.100

41.432

-27,4%

Deutschland

35.688

26.970

-24,4%

VAE

33.008

26.612

-19,4%

Japan

21.309

23.676

11,1%

Niederlande

22.844

23.080

1,0%

Italien

25.037

20.449

-18,3%

Südkorea

20.167

18.994

-5,8%

Andere

173.938

127.198

-26,9%

Gesamt

776.675

652.339

-16,0%

Quelle: Almond Board of California; Aug-Feb *mit und ohne Schale

Frostschäden in den kommenden Wochen erkennbar

Die offizielle Ernteschätzung für die Saison 2021/2022 belief sich Ursprünglich auf 1,27 Mio. mt Mandeln ohne Schale, laut den aktuellen Daten des Almond Board of California konnte die Produktion dagegen bereits ein Ergebnis von 1,31 Mio. mt erzielen. Marktteilnehmer hatten Schätzungen von bis zu 1,315 Mio. mt geäußert. Die damit noch immer zweithöchste US-Mandelernte überhaupt könnte in Verbindung mit den geringeren Exporten dafür sorgen, dass die Saisonendbestände ein neues Rekordergebnis erzielen.

In Teilen der kalifornischen Anbauregionen ist die Blüteperiode für die kommende Ernte vorüber und die Farmer versuchen den durch kürzlichen Frost entstandenen Schaden einzuordnen. „Ich habe Berichte über Schäden in einer Größenordnung von 5 bis 90% der Blüten in unserem Gebiet gesehen“, zitieren Blue Diamond Almonds in ihrem aktuellen Bericht die Landwirtin Samantha Lewis aus Butte County. Laut ihrer Aussage sei es derzeit noch schwierig, das Ernteergebnis vorherzusagen. Blue Diamond Almonds ergänzen, dass die Bäume in den kommenden Wochen selbst überschüssige Fruchtansätze abwerfen werden, erst dann lasse sich erkennen, was für die Ernte übrigbleibt. Der Frost kann sich regional sehr unterschiedlich auf die Ernte ausgewirkt haben, ein ganzheitliches Bild gibt es nicht. 

Mandelpreise

Sorte

EUR/kg

Carmel, SSR, 20/22, USA

4,60

Carmel, Supreme, 22/24, USA

4,65

Non Pareil, Extra Nr. 1, 30/32, USA

5,10

Independence, Supreme, 25/27, USA

4,60

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Mandeln, natur, +14, Valencia
Mandeln, natur, 12/14 mm, Valencia
Preischart für Mandeln, blanchiert, 27/30, California SSR
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