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Mandeln: Größere Anbauflächen steigern Produktionspotential

16. Februar 2026 um 14:58 , Der AUDITOR
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CANBERRA. Die australische Mandelbranche erwartet eine deutlich größere Ernte als im Vorjahr. Gute Wachstumsbedingungen und neue Plantagen treiben die Produktion, doch ein stärkerer Wechselkurs könnte die Erlöse der Erzeuger schmälern.

Neue Flächen werden ertragsfähig

Die australische Mandelbranche rechnet zur neuen Saison mit einer Ernte von 166.891 mt. Laut Tim Jackson, Vorsitzender des Almond Board of Australia, liegt die Prognose rund 7% über dem Vorjahr und 3.000 mt über dem bisherigen Rekord.

Grund dafür sind günstige Wachstumsbedingungen, eine sehr gute Bestäubung sowie neue Plantagen, die nun voll ertragsfähig sind. Rund 20.000 ha wurden während der Expansionsphase 2017-2019 angelegt.

Die Preise waren zuletzt stabil und so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Größere Sorgen bereitet jedoch der Wechselkurs: Da Exporte in US-Dollar abgewickelt werden, mindert ein stärkerer australischer Dollar die Einnahmen der Produzenten – selbst bei unveränderten Marktpreisen.

Die Ernte hat bereits begonnen und dürfte bei trockenem Wetter bis April abgeschlossen sein. Die anhaltende Trockenheit erleichtert zwar die Ernte, belastet jedoch Wasserreserven und Preise. Hitze sorgt zudem dafür, dass verschiedene Sorten dichter beieinander den vollen Reifegrad erreichen. 

Höhere Lieferungen nach Spanien und Vietnam

Im Dezember 2025 lieferten australische Mandelhändler insgesamt 10.915 mt Mandeln mit und ohne Schale ins In- und Ausland, das entspricht einem Rückgang um 23,7% gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Exporte sind um rund ein Viertel auf 9.624 mt gesunken, entsprechen damit aber noch immer dem historisch zweitbesten Ergebnis, wohingegen die Inlandslieferungen nicht nur um 9% auf 1.291 mt gesunken sind, sondern den Tiefstand seit 2014 erreicht haben. Hauptabnehmer war im Dezember Vietnam (+190,5% auf 4.018 mt), gefolgt von China (-46,8% auf 3.166 mt), der Türkei (-67,8% 596 mt) und Spanien (+877% auf 596 mt).

Seit Saisonbeginn wurden bislang 145.995 mt australische Mandeln mit und ohne Schale ins In- und Ausland geliefert. Das sind zwar 8% weniger als letztes Jahr um diese Zeit, gleichzeitig liegen die Lieferungen noch immer weit über dem 5-Jahresdurchschnitt von 118.844 mt und kommen damit mit Leichtigkeit auf das zweithöchste Ergebnis.

Der Inlandsbedarf ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,5% auf 19.872 mt zurück und liegt damit auf dem niedrigsten Wert seit 2018 und liegt rund 2.200 mt hinter dem 5-Jahresdurchschnitt. Zwar gingen die Exporte im Jahresvergleich auch um 8% zurück, die 126.123 mt entsprechen aber dennoch dem zweitbesten Ausfuhrergebnis der Geschichte. Mit 74.413 mt gingen rund 59% der australischen Mandelexporte nach China, es folgen Indien (11,6%), Vietnam (9,7%), die Türkei (5,9%) und Deutschland (2,7%).  

Mandellieferungen* Australien in mt

Destination

2024/25

2025/26

Diff.

China

75.030

74.413

-0,8%

Australien

21.483

19.872

-7,5%

Indien

19.536

14.568

-25,4%

Vietnam

8.171

12.258

50,0%

Türkei

9.779

7.388

-24,5%

Deutschland

4.437

3.405

-23,3%

Spanien

3.324

2.516

-24,3%

Neuseeland

2.045

1.763

-13,8%

Thailand

1.666

1.343

-19,4%

VAE

3.703

1.193

-67,8%

Andere

9.568

7.276

-24,0%

Gesamt

158.742

145.995

-8,0%

Quelle: Almond Board of Australia; Mrz-Dez

*mit und ohne Schale

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Mandeln, natur, +14, Valencia
Preischart für Mandeln, natur, 12/14 mm, Valencia
Preischart für Mandeln, blanchiert, 27/30, California SSR
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