Mais: Marktdaten sprechen für Preisrückgang
31. Juli 2019 um 10:54 ,
Der AUDITOR
Dabei gab der Fronttermin in Chicago um 7 US-Dollar auf 411 US-Dollar je Bushel und in Paris um knapp 4 EUR auf 174 EUR je mt nach. In den USA rechnet der US-Handel mit deutlicher Anhebung der Maisprognose für die USA im nächsten WASDE-Report am 12. August. Die immer noch bestehende Trockenheit in rund 20 % des Corn Belt beunruhigt den Markt, aber in anderen Teilen gab es inzwischen genügend Regen, hieß es vom Handel. Daher sei der unterstellte niedrige Durchschnittsertrag von 166 Bushel je Acre kaum zu halten. Die kommenden Maisernten Südamerikas 2019-20 zeigen mit 56 Mio. mt in Argentinien und 103 Mio. mt in Brasilien deutlich nach oben. Die ukrainische Maisernte wird mit 33 Mio. mt erneut hoch ausfallen, zumal Regenprognosen und kühlere Temperaturen für die erste Augustdekade den Wachstumsprozess unterstützen sollten. Ukrainischer Mais wurde zuletzt um 157,90 EUR je mt FOB aus der kommenden Maisernte offeriert, französischer Mais lag zuletzt bei bei 164 EUR je mt FOB Bordeaux.
In Frankreich hielten sich weiter die Befürchtungen über Trockenschäden bei Mais. Frankreichs Handel geht davon aus, dass die Maisprognose von derzeit 12,68 Mio. mt nach unten korrigiert wird. In Spanien liegen die Prognosen bei 3,39 Mio. mt gegenüber 3,80 Mio. mt im Vorjahr, In Italien bei 5,86 Mio. mt gegenüber 6,11 Mio. mt. Polens Maisernte soll mit 4,06 Mio. mt über der Vorjahresernte von 3,84 Mio. mt liegen. Rumänien und Bulgarien ernten zusammen 1 Mio. mt weniger Mais. Durch das höhere Weizenangebot in der EU dürfte der Maisimport zumindest für den Futterbedarf langsam zurückgehen. Noch zeigen die Maisimportzahlen Brüssels genau das Gegenteil, führte die EU in den ersten vier Wochen der neuen Saison mit 1,6 Mio. mt gut 67 % mehr Drittlandmais ein. Spanien kaufte 476.555 mt, die Niederlande 407.013 mt und Deutschland 99.606 mt. Der höchste Anteil kam aus der Ukraine. Laut Zollbehörden exportierte die Ukraine vom 1. bis 24. Juli bereits 1,4 Mio. mt Mais, gut 865.000 mt mehr als im Vorjahr.
Am französischen Kassamarkt gaben die Maispreise weiter nach, am niederländischen und deutschen Markt blieb der Preis noch überwiegend stabil.
Mais-Kassakurse (Fronttermin)
|
Mais (handelsüblich) FOB, DAP |
||
|
Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
|
Bordeaux |
164,00 |
-2,00 |
|
La Pallice |
165,00 |
-1,00 |
|
Holland |
190,00 |
0,00 |
|
Oldenburg |
193,00 |
0,00 |
|
Niederrhein |
186,00 |
-1,00 |
|
Oberrhein |
184,00 |
-1,00 |
|
Ukraine |
- |
- |
|
Russland |
- |
- |
|
Argentinien |
- |
- |
|
Brasilien |
- |
- |
EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
||
|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
Frankreich |
12.680,0 |
14.4916,0 |
|
Deutschland |
4.270,0 |
4.541,0 |
|
Italien |
5.826 |
6.110 |
|
Spanien |
3.360 |
3.800 |
|
Polen |
4.020 |
3.840 |
|
Ungarn |
8.370 |
8.665 |
|
Rumänien |
11.450 |
12.000 |
|
Bulgarien |
2.550 |
3.077 |
|
EU-28 |
62.370 |
62.754 |
Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
||
|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
USA |
347.500 |
366.300 |
|
Argentinien |
56.000 |
49.000 |
|
Brasilien |
101.000 |
101.000 |
|
China |
254.000 |
257.300 |
|
Südafrika |
14.000 |
11.500 |
|
Ukraine |
33.000 |
35.800 |
|
EU-28 |
62.370 |
62.754 |
|
Welt |
1.009.200 |
1.120.500 |
Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.