Mais: Leichte Preiserholung in Frankreich
8. August 2019 um 12:39 ,
Der AUDITOR
Dabei stieg in Chicago der Fronttermin heute Vormittag um 2 US-Dollar auf 408,50 US-Dollar je Bushel. Geringere Niederschläge in Illinois, Ohio und Missouri, wo die Maisbestände nicht besonders gutstehen, unterstützten festere Kurse. Der wöchentliche UVP-Bericht war dagegen bearish, stieg die US-Ethanolproduktion bis 2. August um 9000 Barrel auf 1,04 Mio. Barrel je Tag an und kletterten die US-Ethanolvorräte um 1,351 Mio. Barrel auf 23,117 Mio. Barrel. Den Wochenexport von US-Mais, der am Nachmittag veröffentlich wird, schätzte der US-Handel auf 300.000-900.000 mt. Letzten Donnerstag lag dieser 272.700 mt. Die Endbestände für US-Mais sollen zum Wirtschaftsjahrende um 52 Mio. Bushel auf 2,392 Mrd. Bushel steigen, was 60 Mio. t entspräche. Für 2019-20 wird jedoch eine Reduktion der US-Maisendbestände um 390 Mio. Bushel auf 1,62 Mrd. Bushel erwartet, was 41,1 Mio. mt wären. Wegen der angeordneten Importverbote Pekings für US-Agrarprodukte leidet der US-Ethanolexport nach China. Davon profitieren Südamerikas Exporteure. Brasiliens Maisexporte stiegen laut Außenhandelsministerium (Secex) im Juli mit 6,32 Mio. mt auf den Höchststand seit Dezember 2015. Auch der Ethanolexport soll dorthin deutlich zugenommen haben.
Die Lage am Maismarkt blieb in Westeuropa uneinheitlich. Nach starken Preisrückgangen in Frankreich erholten sich die Maispreise heute wieder um gut 2 EUR/mt. In Deutschland blieben die Maispreise ziemlich konstant, aber mit deutlichem Preisabstand zu Frankreich und Osteuropa. Für Preisdruck sorgte die höhere Maisernte Frankreichs. Agreste schätzte diese auf 13,1 Mio. mt, ein Plus von 4,9 % zum Vorjahr. Auch der EU-Import von Drittlandmais wuchs bis 4. August auf 2.056.777 mt gegenüber 1.072.348 mt im Vorjahr, was ein Plus von 91,8 % bedeutet. Zudem übten fallende Weizenpreise in Frankreich Druck auf den Mais. Nasse Niederschlagsprognosen für Westeuropa ab nächster Woche dürften die Wachstumsbedingungen für Mais wesentlich verbessern. Am Schwarzmeer lagen die Exportpreise für ukrainischen Mais zuletzt bei 146,39 EUR je mt CPT Ukraine.
Mais-Kassakurse (Fronttermin)
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Mais (handelsüblich) FOB, DAP |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Bordeaux |
160,00 |
2,00 |
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La Pallice |
160,00 |
2,00 |
|
Holland |
188,00 |
0,00 |
|
Oldenburg |
193,00 |
0,00 |
|
Niederrhein |
185,00 |
0,00 |
|
Oberrhein |
182,00 |
0,00 |
|
Ukraine |
146,39 |
0,03 |
|
Russland |
- |
- |
|
Argentinien |
- |
- |
|
Brasilien |
- |
- |
EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
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|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
Frankreich |
13.100,0 |
14.4916,0 |
|
Deutschland |
4.190,0 |
4.541,0 |
|
Italien |
5.826 |
6.110 |
|
Spanien |
3.360 |
3.800 |
|
Polen |
3.750 |
3.840 |
|
Ungarn |
8.370 |
8.665 |
|
Rumänien |
11.450 |
12.000 |
|
Bulgarien |
2.900 |
3.077 |
|
EU-28 |
62.160 |
62.754 |
Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
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|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
USA |
352.400 |
366.300 |
|
Argentinien |
56.000 |
49.000 |
|
Brasilien |
103.000 |
101.000 |
|
China |
254.000 |
257.300 |
|
Südafrika |
14.000 |
11.500 |
|
Ukraine |
34.000 |
35.800 |
|
EU-28 |
62.160 |
62.754 |
|
Welt |
1.005.100 |
1.120.500 |
Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.