Mais: Günstigere US-Wetterprognose zur Blüte

5. August 2019 um 11:01 , Der AUDITOR
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PARIS. Die Maismärkte in den USA und Europa verzeichneten weitere Kursverluste.

In Chicago gab der Fronttermin heute Vormittag um weitere 6 US-Dollar auf 393 US-Dollar je Bushel nach und hielt sich in Paris auch nur bei 172 EUR je mt. In den USA macht sich Pessimismus am Markt breit. Die Ankündigung der Trump-Regierung, weitere Zölle gegen China zu verhängen, belastet den Export, meinte US-Broker Micheal Seery von Seery Futures gestern. Auch der festere US-Dollar hemmt den Export. Letzten Mittwoch senkte bekanntlich die US-Notenbank den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt. Das letztwöchige Exportergebnis fiel mit 143.100 mt für 2018-19 und 129.600 mt für 2019-20 erschütternd schwach aus. Am Freitag kaufte zwar Südkorea 69.000 mt US-Mais. Der Export bleibt ohne China aber schwach. Die US-Wetterberichte zeigen kühlfeuchteres Wetter im Corn Belt, womit kein Hitzestress zur Blüte entsteht, meinte US-Broker Steve Bruce von Walsh Trading. Im Gegensatz dazu stiegen Brasiliens Maisexporte nach Angaben des Handelsministerium mit 6,317 Mio. mt auf den Höchststand seit Dezember 2015. Südamerikanischer Mais wird laut US-Handel bis in den Oktober hinein immer noch einen halben Dollar pro Bushel billiger als US-Mais angeboten.

In Frankreich und Deutschland werden die Hitzeschäden an Mais gebietsweise deutlich sichtbar. Der Mais befindet sich in der Blüte, die Kolbenbildung hat begonnen und zeigt teils vertrocknete Narben. Frankreichs Mais-Beregnung wurde teils regional limitiert. FranceAgriMer senkte ihre Bewertung bei Mais von vorwöchig 67 % auf aktuell 61 %. Auch in Deutschlands Mitte und in Franken haben sich die Maisbestände verschlechtert. In Frankreich verlor Mais am Kassamarkt erneut 1 bis 2 EUR je mt. An der Rheinschiene konnte sich Mais schwach halten. Für Preisdruck sorgen hohe Maisimportzahlen Brüssels, führte Brüssel bis 31. Juli mit 1,6 Mio. mt gut 67 % mehr Drittlandmais ein. Spanien kaufte 476.555 mt, die Niederlande 407.013 mt und Deutschland 99.606 mt. Die höchste Menge kam aus der Ukraine.

Laut Zollbehörden exportierte die Ukraine vom 1. bis 24. Juli bereits 1,4 Mio. mt Mais, gut 865.000 mt mehr als im Vorjahr. Dabei gaben die Exportpreise für ukrainischen Mais zuletzt 147,59 EUR je mt CPT Ukraine nach. Deutscher Mais wird um 179 bis 181 EUR je mt für Septembertermin gehandelt.


Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Mais (handelsüblich) FOB, DAP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux

167,00

-1,00

La Pallice

167,00

-1,00

Holland

188,00

0,00

Oldenburg

190,00

-1,00

Niederrhein

181,00

-3,00

Oberrhein

179,00

-3,00

Ukraine

147,59

-0,74

Russland

-

-

Argentinien

-

-

Brasilien

-

-

 

EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

12.680,0

14.4916,0

Deutschland

4.270,0

4.541,0

Italien

5.826

6.110

Spanien

3.360

3.800

Polen

4.020

3.840

Ungarn

8.370

8.665

Rumänien

11.450

12.000

Bulgarien

2.550

3.077

EU-28

62.370

62.754

 

Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

347.500

366.300

Argentinien

56.000

49.000

Brasilien

101.000

101.000

China

254.000

257.300

Südafrika

14.000

11.500

Ukraine

33.000

35.800

EU-28

62.370

62.754

Welt

1.009.200

1.120.500


Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.

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