Mais: Frankreichs Handel rechnet mit Hitzeschäden

24. Juli 2019 um 11:36 , Der AUDITOR
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PARIS. Mais profitierte in den USA von kühlerer Witterung im Corn Belt. Aber in Frankreich, Deutschland und Polen setzt...

die zweite Hitzewelle den Maisbeständen erheblich zu. In den USA lag der Mittlere Westen und ein Großteil der Great Plains unter Kaltdruckeinfluss, was trockenkühlere Witterung bedeutet und das empfindliche Stadium des Fahnenschiebens begünstigte. Laut US-Handel entwickelte sich auch der Maisexport im Wochenverlauf schwach. Importeure könnten zudem günstiger Mais aus Argentinien kaufen, meinten Händler. Chicago notierte US-Mais heute Morgen nahezu unverändert zum Vortag. In Kanada senkten die Analysten von Agriculture and Agri-Food Canada (AAFC) ihre Maisprognose um 0,3 Mio. mt auf 14,3 Mio. mt. Im Vorjahr erntete Kanada  danach 19,3 Mio. mt Mais.

In Brasilien war laut Agentur AGRural die Safrinha-Maisernte bis 18. Juli bei 67 % Fortgang mit deutlichem Vorsprung von 31 % zum Vorjahr abgeschlossen. Im Bundestaat Mato Grosso wurden sogar 89 % der Maisfläche geerntet. In Brasilien hob die Agentur Safras and Mercado ihre Maisprognose 2019/20 auf 104 Mio. t an. Auch drohen dort wieder einmal Trucker-Streiks. Das brasilianische Landesverkehrsamt (ANTT) hat letzte Woche neue Mindestfrachtsätze veröffentlicht, die auf heftigen Widerstand der Trucker gestoßen sind.

In Paris legte Mais am Vormittag beim Fronttermin auf 180,75 EUR/mt leicht zu, der Märztermin sank auf 182,75 EUR/mt. Die zweite Hitzewelle führte in Frankreich zu Besorgnis, weil die Hitze den geschobenen Fahnen empfindlich schaden könnte und die Beregnung nicht ausreicht. Allerdings erwartet der EU-Prognosedienst MARS weiterhin hohe Maisernten in Südosteuropa. Auch die Maisbestände in der Ukraine entwickelten sich nach Handelseinschätzung bis dahin gut. In der Saison 2018-19 importierte die EU mit 15,47 Mio. mt doppelt so viel ukrainischen Mais als im Jahr zuvor.

Am französischen Kassamarkt tendierten die Maispreise zuletzt trotzdem etwas schwächer, am niederländischen und deutschen Markt blieb der Preis stehen.


Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Mais (handelsüblich) FOB, DAP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux

167,00

-1,00

La Pallice

167,00

-1,00

Holland

190,00

0,00

Oldenburg

193,00

0,00

Niederrhein

187,00

0,00

Oberrhein

185,00

0,00

Ukraine

-

-

Russland

-

-

Argentinien

-

-

Brasilien

-

-

 

EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

12.680,0

14.4916,0

Deutschland

4.270,0

4.541,0

Italien

5.826

6.110

Spanien

3.360

3.800

Polen

4.020

3.840

Ungarn

8.370

8.665

Rumänien

11.450

12.000

Bulgarien

2.550

3.077

EU-28

62.370

62.754

 

Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

347.500

366.300

Argentinien

56.000

49.000

Brasilien

101.000

101.000

China

254.000

257.300

Südafrika

14.000

11.500

Ukraine

33.000

35.800

EU-28

62.370

62.754

Welt

1.009.200

1.120.500


Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.

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