Mais: Frankreichs Ernteerwartungen sinken
30. Juli 2019 um 10:48 ,
Der AUDITOR
Die US-Maisbestände wurden mit 58 % gut-exzellent bewertet, ein Plus von 1 % gegenüber der Vorwoche. Dabei stiegen die Bewertungen im östlichen Corn Belt, während der südliche Herabstufungen in Kauf nehmen musste. Private Analysten rechnen damit, dass die US-Maisprognose im kommenden WASDE-Report angehoben wird, weil der dabei unterstellte US-Maisertrag von 166 Bushel je Acre trotz verspäteter Saat zu niedrig wäre. Positiv war das Ergebnis der Exportinspektion. Dabei überholten die US-Maisexporte bis 25. Juli mit 645.367 mt das Vorwochenergebnis um 47,2 %. Die US-Maisexporte sind aber im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 % zurückgegangen, teilte Brugler Marketing & Management mit. In Argentinien belastete die angehobene Maisprognose um 800.000 mt auf 56,1 Mio. mt den Markt.
In Frankreich hielten sich die Befürchtungen über Trockenschäden bei Mais. Frankreichs Handel geht davon aus, dass die Maisprognose von derzeit 12,68 Mio. mt nach unten korrigiert wird. In welchem Umfang blieb noch unklar. Da erst für nächste Woche wieder Niederschläge in Frankreich und auch bei uns gemeldet werden, dürften sich die Erträge vorerst nicht erholen. Auch in Deutschland und Polen haben die Maisernten unter Hitze gelitten, aber nicht vergleichbar mit Frankreich. Daher dürften die Korrekturen dort kleiner ausfallen. Auf dem Balkan sollen die Maisernten bis dahin vergleichsweise gut ausfallen. Der EU-Import von Drittlandmais bewegt sich seit 1. Juli mit 1,2 Mio. mt auf Vorjahreslinie. Ukrainischer Mais ist etwas preiswerter als Ursprünge von Brasilien und den USA. Laut Zollbehörden exportierte die Ukraine vom 1. bis 24. Juli bereits 1,4 Mio. mt Mais, gut 865.000 mt mehr als im Vorjahr.
Am französischen Kassamarkt blieben die Maispreise stabil, ebenso am niederländischen und deutschen Markt.
Mais-Kassakurse (Fronttermin)
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Mais (handelsüblich) FOB, DAP |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Bordeaux |
166,00 |
0,00 |
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La Pallice |
166,00 |
0,00 |
|
Holland |
190,00 |
0,00 |
|
Oldenburg |
193,00 |
0,00 |
|
Niederrhein |
187,00 |
0,00 |
|
Oberrhein |
185,00 |
0,00 |
|
Ukraine |
- |
- |
|
Russland |
- |
- |
|
Argentinien |
- |
- |
|
Brasilien |
- |
- |
EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
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Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
Frankreich |
12.680,0 |
14.4916,0 |
|
Deutschland |
4.270,0 |
4.541,0 |
|
Italien |
5.826 |
6.110 |
|
Spanien |
3.360 |
3.800 |
|
Polen |
4.020 |
3.840 |
|
Ungarn |
8.370 |
8.665 |
|
Rumänien |
11.450 |
12.000 |
|
Bulgarien |
2.550 |
3.077 |
|
EU-28 |
62.370 |
62.754 |
Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
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Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
USA |
347.500 |
366.300 |
|
Argentinien |
56.000 |
49.000 |
|
Brasilien |
101.000 |
101.000 |
|
China |
254.000 |
257.300 |
|
Südafrika |
14.000 |
11.500 |
|
Ukraine |
33.000 |
35.800 |
|
EU-28 |
62.370 |
62.754 |
|
Welt |
1.009.200 |
1.120.500 |
Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.