Mais: Brasiliens Exporte auf Höchststand

6. August 2019 um 10:47 , Der AUDITOR
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PARIS. Die Maiskurse tendierten in den USA und in Westeuropa unterschiedlich.

Dabei gab in Chicago der Fronttermin heute Vormittag um weitere 1,50 US-Dollar auf 403,50 US-Dollar je Bushel nach. In Paris hielt sich der Fronttermin bei 171 EUR/mt, aber Folgetermine gaben nach. In den USA sank im NASS Crop Progress Report die Zustandsbewertung für US-Mais um 1 % auf 57 % gut-exzellenter Pflanzen. Im Mittleren Westen war es kühler, aber meist trocken. In dieser Woche wird weiterhin kühleres und trockeneres Wetter erwartet. Zentral-Illinois verzeichnete weniger Regen. Die Exportinspektion lieferte für US-Mais in der Woche bis 1. August mit 631.289 mt ein moderates Ergebnis, gut 5,4 % niedriger als zur Vorwoche und 50 % kleiner als im Vorjahr. Laut US-Handel macht sich die größere Maisernte Südamerikas am Markt bemerkbar. Auch gab es neue Umfragen zur US-Maisernte. Die Befragung von Farm-Futures ergab eine Maisfläche von 83,5 Mio. Acres, einen geschätzten Ertrag von 167,2 Bushel je Acre und eine US-Maisernte von 12,723 Mrd. Bushel. IEG Vantage (ehemals Informa) veranschlagte den Ertrag auf 167,8 Bushel je Acre und die US-Maisernte auf 13,857 Mrd. Bushel. Die Differenz von fast 30 Mio. mt zeigt, wie schwer es derzeit Analysten fällt, die Situation auf den Maisfeldern zu bewerten. Ziemlich sicher ist, dass die US-Maisernte deutlich kleiner ausfallen wird als im Vorjahr von 366,3 Mio. mt. Die Eskalation im Handelsstreit mit China rückte wieder etwas aus dem Schussfeld, als laut Nachrichtendienst Reuters aus chinesischen Regierungskreisen bekannt wurde, dass bestellte US-Sojabohnen nicht storniert würden. Exportseitig kaufte Algerien 40.000 mt aus Argentinien. Brasiliens Maisexporte stiegen nach Angaben des Handelsministerium mit 6,32 Mio. mt auf den Höchststand seit Dezember 2015. Südamerikanischer Mais wird laut US-Handel bis in den Oktober hinein immer noch einen halben Dollar pro Bushel billiger als US-Mais angeboten. 

In Frankreich tendierte der Kassamarkt weiterhin schwächer, weil die EU-Maisimporte stark zugenommen haben. Denn bis 31. Juli führte Brüssel mit 1,6 Mio. mt gut 67 % mehr Drittlandmais ein. Spanien kaufte 476.555 mt, die Niederlande 407.013 mt und Deutschland 99.606 mt. Die höchste Menge kam aus der Ukraine. Zuletzt niederschlagsreicheres Wetter in Nordwestfrankreich und weiten Teilen Deutschlands und Polens verbesserte die Wachstumsbedingungen für Mais. Laut Zollbehörden exportierte die Ukraine vom 1. bis 24. Juli bereits 1,4 Mio. mt Mais, gut 865.000 mt mehr als im Vorjahr. Dabei lagen die Exportpreise für ukrainischen Mais zuletzt unverändert bei 147,60 EUR je mt CPT Ukraine nach. 

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Mais (handelsüblich) FOB, DAP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux

166,00

-1,00

La Pallice

165,00

-2,00

Holland

188,00

0,00

Oldenburg

193,00

3,00

Niederrhein

185,00

3,00

Oberrhein

183,00

3,00

Ukraine

146,70

0,10

Russland

-

-

Argentinien

-

-

Brasilien

-

-

 

EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

12.680,0

14.4916,0

Deutschland

4.270,0

4.541,0

Italien

5.826

6.110

Spanien

3.360

3.800

Polen

4.020

3.840

Ungarn

8.370

8.665

Rumänien

11.450

12.000

Bulgarien

2.550

3.077

EU-28

62.370

62.754

 

Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

347.500

366.300

Argentinien

56.000

49.000

Brasilien

101.000

101.000

China

254.000

257.300

Südafrika

14.000

11.500

Ukraine

33.000

35.800

EU-28

62.370

62.754

Welt

1.009.200

1.120.500

 

Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.

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