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Macadamias: Wichtigste Anbauländer steigern Produktion

22. November 2021 um 11:48 , Der AUDITOR
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REUS/KAPSTADT. In seiner aktuellen Schätzung berichtet der INC von einem Ertragsplus in den wichtigsten Macadamia-Anbauländern, was auch die globale Produktion im Jahresvergleich erhöht. Dennoch hatten die Produzenten mit Widrigkeiten zu kämpfen.

Regenfälle in Südafrika brachten Vor- und Nachteile

Südafrika bleibt auch in der Saison 2021/22 das wichtigste Produktionsland für Macadamianüsse. Die Experten von Macadamias South Africa (SAMAC) rechnen derzeit mit einer Ernte von gut 54.000 mt getrocknete Macadamias in der Schale, was einer Steigerung von knapp 11% gegenüber 2020 entsprechen würde. Ursprünglich hatten Marktteilnehmer sogar mit einer möglichen Rekordernte gerechnet, doch saisonal untypische Regenfälle während der Blütezeit hatten zu einem starken Befall mit Mehltau geführt, wie der International Nut and Dried Fruit Council (INC) berichtet. Das hatte den Ertrag merklich reduziert. Ein Vorteil der starken Niederschläge war allerdings, dass die Grundwasserressourcen wieder aufgefüllt wurden.

Produktion Macadamias in der Schale in mt

Land

2020

2021

Diff.

Südafrika

48.925

54.174

10,7%

Australien

46.900

48.500

3,4%

Kenia

37.000

38.500

4,1%

China

30.400

32.000

5,3%

USA

15.300

15.000

-2,0%

Guatemala

14.200

14.750

3,9%

Malawi

6.850

8.000

16,8%

Vietnam

5.300

6.700

26,4%

Brasilien

5.500

5.500

0,0%

Kolumbien

1.300

1.300

0,0%

Andere

16.000

16.000

0,0%

Gesamt

227.675

240.424

5,6%

Quelle: INC November 2021

Perfekte Blütebedingungen in Australien

In Australien war der Großteil der Ernte nach Angaben der Australien Macadamia Society (AMS) bereits Mitte September abgeschlossen und die Farmer berichten von einer sehr guten Qualität. Nach INC-Schätzungen beläuft sich der diesjährige Ertrag auf 48.500 mt getrocknete Macadamias in der Schale, das sind knappt 3,5% mehr als letztes Jahr. Die Wetterbedingungen während der entscheidenden Blütephase waren nahezu perfekt und vor allem die jungen Bäume sind in einem guten Zustand. Nächstes Jahr werden sie zu einem noch höheren Erntevolumen beitragen. Alle wichtigen australischen Anbauregionen konnten in diesem Jahr ein Ernteplus verzeichnen und auch die Nachfrage ist dem INC zufolge zufriedenstellend.

In Kenia kehrt das Marktvertrauen zurück

Nach Schätzungen der Nut Processors Associates of Kenya (NutPak) beläuft sich die kenianische Ernte 2021 auf 38.500 mt. Vergangenes Jahr lag sie mit 37.000 mt gut 4% darunter. Berichten zufolge wurde ein Teil der Nüsse damals aufgrund der Pandemieauswirkungen erst gar nicht geerntet. Das Vertrauen der Erzeuger und Produzenten in den Markt baut sich nun langsam wieder auf, sodass der INC damit rechnet, dass in den kommenden Jahren wieder größere Erntemengen erzielt werden können. Für 2022 rechnet der INC mit einer Rekordernte von über 40.000 mt, da viele junge Bäume zum ersten Mal Früchte tragen werden.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt halten sich relativ stabil mit nur leichten Preisrückgängen. Macadamias, Style 1L, 16-20 mm aus Kenia kosten aktuell 14,80 EUR/kg FCA Spanien.

Macadamianüsse

Sorte

EUR/kg

Style 0, 20+mm, Südafrika

16,20

Style 1L, 16-20 mm, Kenia

14,80

Style 2S, 13-16 mm, Kenia

12,65

FCA Spanien

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