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Macadamias: Exporte mit Wachstumspotenzial

23. Februar 2026 um 15:43 , Der AUDITOR
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CANBERRA/BRÜSSEL. Sinkende Importzölle und wachsende Vertriebskanäle stärken die Position australischer Macadamias auf dem indischen Markt und eröffnen zusätzliche Exportchancen. EU-Länder haben ihre Einfuhr von Macadamias in den ersten Wochen des neuen Jahres um zwei Drittel gesteigert.

Indien ist Wachstumsmarkt

Australische Macadamias gewinnen in Indien zunehmend an Bedeutung. Ausschlaggebend sind die steigende Nachfrage nach Premiumzutaten, intensivere Handelskontakte und verbesserte Marktzugangsbedingungen, schrieb die Australian Macadamia Society in einem aktuellen Bericht.

Die Organisation nahm Ende Januar an der MEWA India 2026 teil, der größten Fachmesse des Landes für Nüsse und Trockenfrüchte, organisiert vom Nuts and Dry Fruits Council India. Dort bot sich die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Vertretern der Lebensmittel- und Getränkebranche sowie zur Einschätzung der Marktstimmung. Branchenweit zeigte sich ein deutliches Interesse an hochwertigen Zutaten und innovativen Produktkonzepten.

Ein wichtiger Fortschritt für australische Produzenten sei die schrittweise Senkung der Importzölle. Der Zollsatz wurde von 30% im Jahr 2022 auf 9% zum 1. Januar 2026 reduziert. Zudem besteht ein klarer Fahrplan zur vollständigen Abschaffung der Zölle bis zum 1. Januar 2028.

Als zentrale Trends wurden auf der Messe das Wachstum der Café-Kultur und die steigende Nachfrage nach hochwertigen Genusserlebnissen identifiziert. Darüber hinaus wurden Chancen in weiteren Segmenten sichtbar. Dazu zählen veredelte Backwarenanwendungen wie Kekse, Feingebäck, Füllungen und Toppings sowie hochwertige Snackprodukte. Auch das Wachstum von Schnellrestaurants und lieferorientierten Gastronomiemodellen schafft zusätzliche Absatzkanäle. 

EU steigert Einfuhr um 66,6%

Auch in der EU stieg die Nachfrage nach Macadamias merklich. Schon in den ersten Wochen des neuen Kalenderjahres (01.01.-15.02.2026) wurden 1.496 mt Macadamias im Wert von 16,313 Mio. EUR aus Drittstaaten importiert. Gegenüber dem Vorjahr ist das Einfuhrvolumen damit um 66,6% gestiegen, der Einfuhrwert aufgrund günstigerer Durchschnittspreise (-4,4% auf 10,90 EUR/kg) immerhin noch um 59,3%. Mit 597 mt stammen rund 40% der Lieferungen aus Südafrika, gefolgt von Kenia mit 518 mt (34,6%) und Australien mit 217 mt (14,5%).

Die Niederlande sind der größte Abnehmer innerhalb der EU, das Land importierte im oben genannten Zeitraum mit 637 mt rund 42,6% der gesamten EU-Einfuhren. Weitere wichtige Importländer sind Deutschland (561 mt bzw. 37,5%) und Spanien (146 mt bzw. 9,8%).   

EU-Import Macadamias in mt

Partner

2025

2026

Diff.

Südafrika

687

597

-13,1%

Kenia

84

518

516,7%

Australien

61

217

255,7%

Vietnam

13

71

446,2%

Guatemala

46

61

32,6%

China

0,25

19

7.500,0%

Malawi

-

11

n.v.

Andere

7

2

-70,4%

Gesamt

898

1.496

66,6%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-15.02.

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