Kürbiskerne: Kommerzieller Anbau in der Ukraine wächst

21. Oktober 2026 um 11:33 , Der AUDITOR
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DALIAN/KYJIW. Die kleinere chinesische Shine-Skin-Ernte treibt den Kürbiskernmarkt nach oben, besonders EU-konforme Ware ist knapp. Steigende Produktions- und Logistikkosten verstärken den Preisdruck. In der Ukraine gewinnt der kommerzielle Kürbisanbau an Bedeutung, doch Dürre und fehlende Lagerkapazitäten bremsen die Entwicklung.

Chinesische Ernte deutlich kleiner

Der globale Kürbiskernmarkt verzeichnet weitere Preissteigerungen; Grund ist die deutlich kleinere chinesische Ernte der Sorte Shine Skin, deren Volumen 2026 Schätzungen zufolge mehr als 25% unter dem Vorjahresniveau liegen könnte. Ein großer Teil der neuen Ernte wurde bereits von Händlern und Verarbeitern aufgekauft und eingelagert, und je nach den Gesamtbeständen der einzelnen Händler gibt es auch günstigere Angebote. Da die Bestände auf den Höfen jedoch weiter abnehmen, gewinnen Händler, Lagerhalter und Verarbeiter zunehmend Einfluss auf den Markt, wie die Experten von Chelmer Foods berichten.

EU-konforme Ware besonders knapp

Das Angebot an Kürbiskernen, die den EU-Vorgaben entsprechen, ist deutlich knapper als in den Vorjahren. Für diese Ware werden angesichts des begrenzten Angebots und der anhaltenden Nachfrage Preisaufschläge erwartet. Auch die Verfügbarkeit von GWS-Kernen liegt unter dem Vorjahresniveau. Bei konventioneller GWS-Ware könnte eine schwächere Nachfrage dagegen in einigen Märkten Preisdruck auslösen.

Zusätzliche Kosten für Kraftstoff, Fracht und landwirtschaftliche Betriebsmittel belasten die Lieferkette. Chelmer Foods verweist zudem auf geopolitische Unsicherheiten, die zu schwankenden Transportkosten und längeren Herausforderungen bei der Preisgestaltung führen. Je nach Anbieter kosten Shine Skins, Grade A aktuell etwa 2,58 USD/kg CFR EMP, während GWS-Kerne, Grade A mit 3,54 USD/kg CFR gehandelt werden.

Kürbiskerne, China

Typ

USD/mt

GWS, Grade A

3.540

GWS, Grade AA

3.890

Shine Skin, Grade A

2.580

Shine Skin, Grade AA

4.260

CFR EMP; Preisindikationen

Verstärkter Kürbisanbau in der Ukraine

Wie UkrAgroConsult berichtet, entwickelt sich der großflächige kommerzielle Kürbisanbau in der Ukraine neben der traditionellen Produktion durch private Haushalte zunehmend weiter. Die Anbaufläche wird für 2026 auf rund 30.000 ha geschätzt. Darüber berichtete AgroPortal unter Berufung auf das Institut für klimaintelligente Landwirtschaft der Nationalen Akademie der Agrarwissenschaften der Ukraine (NAAS). Genauere oder offizielle Schätzungen liegen aufgrund der getrennten Berichtskategorien nicht vor.

Besonders bei Kürbissen zur Saatgutgewinnung nimmt die kommerzielle Produktion zu, doch auch das Interesse an Speisekürbissen für den Frischmarkt und die Verarbeitung wächst. Laut Pavlo Bulhakov, Fachberater für Gemüselagerung, steigt die Nachfrage nach frischen Kürbissen, während die heimische Erzeugung den Bedarf nicht deckt.

Lagerung beeinflusst Preise und Vermarktung

Die Wirtschaftlichkeit hängt wesentlich von den Lagerkapazitäten und dem Verkaufszeitpunkt ab. Die Erzeugerpreise sind direkt nach der Ernte üblicherweise niedriger und steigen ab Ende Oktober, besonders deutlich im Februar und März. In der vergangenen Saison stiegen die Preise in diesem Zeitraum deutlich an. Gleichzeitig verlagert sich der kommerzielle Anbau kriegsbedingt zunehmend aus den traditionellen südlichen und östlichen Regionen in andere Landesteile, darunter Tscherkassy, Poltawa und Kyjiw. UkrAgroConsult zufolge bremsen jedoch Wetterrisiken sowie unzureichende Lager-, Logistik- und Verarbeitungskapazitäten die Entwicklung. Aufgrund der Dürre werden die Kürbiskernerträge in einigen Betrieben 2026 voraussichtlich nur gering ausfallen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kürbiskerne, GWS, Grade AA
- Preischart für Kürbiskerne, Shine Skin, Grade AA
- weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, GWS, Grade A, China
Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, Shine Skin, Grade A, China

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