Kürbiskerne: Bio-Alternativen aus der EU

29. November 2023 um 10:38 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

DALIAN/WARSCHAU. Die Nachfrage auf dem chinesischen Kürbiskernmarkt ist anhaltend schwach, dürfte aber im Januar im Zuge des chinesischen Neujahrsfestes anziehen. EU-Käufer greifen verstärkt auf Bio-Ware aus Polen und Österreich zurück.

Nominale Preisschwankungen

Die Preise auf dem chinesischen Kürbiskernmarkt halten sich im Vergleich zu letzter Woche weitgehend stabil mit nur nominalen Schwankungen. Die Shine-Skin-Bestände der Erzeuger nehmen ab, Schätzungen zufolge befinden sich nur noch 20% in den Lagern der Landwirte. Marktexperten gehen davon aus, dass die Preise auf dem Shine-Skin-Markt den Dezember über stabil bis leicht rückläufig bleiben dürften, im Januar allerdings ansteigen werden; das chinesische Neujahrsfest sorgt dann in der Regel dafür, dass die Lieferanten sich vorsorglich mit ausreichend Ware eindecken, um alle Anfragen abdecken zu können. Shine Skins, Grade A kosten aktuell 2.950 USD/mt CFR EMP.

Auch auf dem GWS-Markt zeigen die Preise eher eine gewisse Schwäche, allerdings rechnen Händler nicht mit drastischen Preisrückgängen. Insgesamt ist zu sagen, dass die Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch aus den Exportmärkten deutlich schwächer ist als letztes Jahr um diese Zeit. GWS-Kerne, Grade A liegen derzeit bei 3.540 USD/mt CFR EMP.

Kürbiskerne, China

Typ

USD/mt

GWS, Grade A

3.540

GWS, Grade AA

3.670

Shine Skin, Grade A

2.950

Shine Skin, Grade AA

3.670

CFR EMP

Bio-Kerne aus Polen sind gefragt

Aus Polen berichten indes die Experten von Seedea, dass die dortige GWS-Ernte so gut wie abgeschlossen ist. Durch verschärfte EU-Regularien gibt es teilweise Schwierigkeiten mit der Menge der angewendeten Pestizide in China, sodass europäische Käufer immer öfter auf Kürbiskerne aus Polen oder Österreich zurückgreifen; vor allem bei Bio-Ware ist es für chinesische Lieferanten oft schwierig, die vorgegebenen Werte einzuhalten. In Polen sollen etwa 5.500-6.000 mt Kürbisse für die GWS-Kerngewinnung geerntet werden, davon ein Großteil der Sorte Gleisdorfer. Da Polen und Österreich allerdings die einzigen europäischen Länder mit einer größeren Kürbiskernproduktion sind, so Seedea, bleibt die steigende Nachfrage nach Bio-Ware vorerst eine große Herausforderung. Anders sieht es bei konventionellen Kürbiskernen aus; hier ist die Nachfrage, wie auch in China, in den letzten Monaten schwach.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kürbiskerne, GWS, Grade AA
Preischart für Kürbiskerne, Shine Skin, Grade AA
weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, GWS, Grade A, China
Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, Shine Skin, Grade A, China

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
29.06.2026
NEU-DELHI. Die sich in den indischen Lagerhäusern befindlichen Restbestände der letzten Erdnussernte entsprechen zu einem großen Teil nicht mehr den gewünschten Qualitätsstandards. Das drückt auf die Preise, ebenso wie die Aussicht auf eine größere Anbaufläche.
Ölsaaten
25.06.2026
NEU-DELHI. In Indien geht die Aussaat für die Kharif-Ernte weiterhin schleppend voran. In den Handelsmärkten haben die Preise angezogen. Die Exportnotierungen sind dagegen stabil.
Ölsaaten
24.06.2026
KYJIW/BRÜSSEL. Das Analystenhaus Oil World rechnet weltweit mit einer Rekordsonnenblumenkernernte. In der Ukraine könnte es zu Ernteverzögerungen kommen. EU-Länder haben ihre Sonnenblumenkernimporte um 92% gesteigert.
Nüsse
22.06.2026
NEU-DELHI/BUENOS AIRES. Der Verkaufsdruck für indische Erdnüsse hält an, und andere Anbauländer wie Argentinien zeigen sich mit ihren Preisen deutlich wettbewerbsfähiger. In China ist die Aussaat beendet, und die US-Farmer müssen abwägen.