Kokosraspel: Wetter und Energiekosten belasten die Märkte

13. Mai 2026 um 11:46 , Der AUDITOR
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MANILA/HANOI. Der Nahostkonflikt wirkt sich durch steigende Energiepreise weiterhin merklich auf den philippinischen Kokosmarkt aus. In Vietnam sind die Bestände frischer Kokosnüsse aufgrund wetterbedingter Engpässe merklich gesunken, was die Preise nach oben treibt.

Steigende Energiepreise fordern ihren Tribut

Die Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus sorgen weiterhin für Aufschläge an den Energiemärkten. Vor allem Palmöl erhält dadurch Unterstützung, während Kokosöl hinter der allgemeinen Marktentwicklung zurückbleibt. Laut der der United Coconut Association of the Philippines (UCAP) stärkt die Lage die Wettbewerbsfähigkeit von Palmöl und Palmkernöl. Dies könnte die Nachfrage nach laurischen Ölen stabilisieren, sofern die Versorgungskette bei Kokosprodukten – insbesondere Kopra und Verarbeitung – nicht zu stark zurückgeht, so die Experten von T.M. Duché in ihrem jüngsten Bericht.

Auf den Philippinen wirken sich die Schwankungen an den Energiemärkten deutlich aus. Steigende Kosten für Flüssigerdgas (LNG) und Risiken im Schiffsverkehr erhöhen den Druck auf die Strompreise, weshalb zeitweise Eingriffe am Strommarkt vorgenommen wurden. Zudem bleiben Treibstoffpreise im historischen Vergleich auf erhöhtem Niveau, wodurch Transport-, Trocknungs- und Verarbeitungskosten empfindlich auf weitere Bewegungen am Rohölmarkt reagieren.

Kokosraspel erstaunlich resilient

Der philippinische Kokosmarkt verzeichnete in dieser Woche einen deutlichen Rückgang. Hauptursache war der starke Preisverfall bei Kopra, der auch die inländischen Kokosölpreise belastete. Die UCAP meldete kräftige Rückgänge in allen wichtigen Produktionsgebieten. Gleichzeitig zeigen die Daten der Philippine Coconut Authority (PCA) sinkende Durchschnittswerte auf Verarbeiter- und Erzeugerebene, was den anhaltenden Druck auf die Einkommen der Erzeuger unterstreicht, so T.M. Duché.

Der Markt für Kokosraspel zeigte dagegen weiter Stabilität. Die Exportpreise blieben bereits die zwölfte Woche in Folge unverändert, während die lokalen Notierungen in Manila erneut anzogen. Hintergrund sind eine knappe kurzfristige Verfügbarkeit sowie stabile Verarbeitungsspannen bei gut abgesicherten Koprabeständen.

Wie die Marktexperten weiter angeben, bleibt Kokosöl international das schwächste Segment unter den Pflanzenölen. Der Handel in Rotterdam verlief ruhig, und die Preise gaben erneut nach. Auch im Inland sanken die Preise für rohes und raffiniertes Kokosöl. Als entscheidender Faktor gilt die weitere Entwicklung der Koprapreise: Sollte deren Rückgang anhalten, könnten die heimischen Ölpreise trotz stabilisierender Effekte durch Energie- und Frachtrends unter Druck bleiben.

Kokosraspel, Indonesien

Qualität

EUR/mt

Fein

2.720

Medium, high fat

2.950

Quelle: Handel; EXW PL; Preisindikationen

Steigende Kokospreise in Vietnam

Der Kokosmarkt in Vietnam verzeichnet derzeit deutliche Preissteigerungen bei frischen Kokosnüssen, getragen vom knapperen Angebot und einer lebhaften Exportnachfrage; das berichtet Saigon News. Die Preise für frische Kokosnüsse sind in Ho-Chi-Minh-Stadt sowie in wichtigen Anbaugebieten Vietnams seit April deutlich gestiegen. Ursache sind geringere verfügbare Mengen infolge trockener Witterung sowie eine stärkere Nachfrage.

Händler in Ho-Chi-Minh-Stadt meldeten Anfang Mai eine höhere Kundennachfrage und steigende Verkaufspreise. Rote Siam-Kokosnüsse kosten im Einzelhandel inzwischen je nach Größe rund 14.000 bis 17.000 VND pro Stück und liegen damit etwa 3.000 VND über dem Niveau von Ende April. Auch geschälte Kokosnüsse verteuerten sich im Durchschnitt um rund 2.000 VND pro Frucht. In den Provinzen Dong Thap und Vinh Long haben sich die Erzeugerpreise für frische Kokosnüsse im Vergleich zu vor zwei Monaten auf das Zwei- bis Dreifache erhöht.

Exportnachfrage und Trockenheit belasten Angebot

Marktteilnehmer führen die Entwicklung auf anhaltende Trockenheit, geringere Erträge sowie eine starke Nachfrage nach frischen Kokosnüssen und Kokosprodukten zurück. Zusätzliche Impulse kamen laut der Vina T&T Group durch die steigende Nachfrage aus China, den USA und der EU.

Saigon News zitiert zudem die Vietnam Coconut Association, die erklärte, dass saisonale Faktoren, extreme Hitze und Lieferstörungen im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten die Exportpreise zusätzlich beeinflusst hätten. Der Großteil des Preisanstiegs sei jedoch auf Maßnahmen der Unternehmen zur Standardisierung der Anbaugebiete, zur Verbesserung der Produktqualität und zur Einhaltung von Qualitätsstandards zurückzuführen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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