Kokosraspel: Versorgung 2027 im Blick

8. September 2026 um 16:10 , Der AUDITOR
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MANILA. Der Kokosmarkt zeigt erste festere Tendenzen: Während Kokosraspel preislich stabil bleiben, zieht Kokosöl an. Gleichzeitig rückt die Versorgung für 2027 stärker in den Fokus. Die Transportkosten nach Europa sind zuletzt gesunken.

Rohwarenpreise steigen

Der Kokosmarkt zeigt zunehmend Bewegung, wie die Experten von T.M. Duché in ihrem jüngsten Bericht angeben. Während die Preise für Kokosraspel weitgehend stabil blieben, zogen die Notierungen für Kokosöl an. Gleichzeitig zeigen die Preise für Lieferungen Anfang 2027 bereits einen deutlichen Aufschlag. Die philippinische Kokosproduktion hat sich im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um rund 2,4% auf etwa 3,45 Mio. mt erholt.

Bei den Exporten von Kokosraspeln zeigt sich ein gemischtes Bild. Im Juli wurden 14.384 mt ausgeführt, 17,1% weniger als im Vorjahresmonat, aber 8,1% mehr als der monatliche Durchschnitt von Januar bis Juni. Von Januar bis Juli summierten sich die Exporte auf 94.209 mt und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert von 93.386 mt. Gleichzeitig stiegen die Inlandspreise für Kokosraspel in Manila sowie die Preise für geschälte Kokosnüsse in Southern Tagalog. Damit sehen sich die Verarbeiter höheren Kosten gegenüber, während die Exportpreise verhalten blieben.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.500

High fat, medium, Vietnam

2.000

High fat, fine, Philippinen

2.750

FCA NL; Preisindikationen

Kokosöl mit festerer Perspektive

Beim Kokosöl hat die Marktaktivität zuletzt zugenommen, und die kurzfristigen Notierungen stiegen gegenüber der Vorwoche. Gleichzeitig liegen die Angebote für Februar und März 2027 bereits rund 7% über dem jüngsten Niveau für kurzfristige Lieferungen. Damit wird eine möglicherweise knappere Versorgung im Jahr 2027 bereits berücksichtigt. Auch die Coprapreise auf den Philippinen entwickelten sich zuletzt nach oben, lagen aber weiterhin unter den Vorjahreswerten. Die Kokosölexporte des Inselstaats erreichten von Januar bis Juli 752.340 mt gegenüber 723.501 mt im Vorjahr. Im Juli lagen die Ausfuhren allerdings 4,6% unter dem Vorjahresmonat und 30,4% unter dem monatlichen Durchschnitt von Januar bis Juni, so T.M. Duché.

Für europäische Abnehmer gingen die Transportkosten zuletzt zurück. Die Frachtraten von Shanghai nach Rotterdam sanken um 5% auf 4.092 USD für einen 40‘FCL, die Verbindung nach Genua vergünstigte sich um 10%. Drewry erwartet angesichts steigender Kapazitäten auf der Route Asien-Europa und einer schwächeren Nachfrage eine weitere moderate Entspannung.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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