Kokosraspel: Neues Jahr startet mit hohen Preisen

10. Januar 2022 um 15:10 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MANILA. Eine geringe Impfquote und die Nachwirkungen eines heftigen Taifuns führen immer wieder zu Produktionsverzögerungen auf den Philippinen. Marktexperten rechnen für 2022 nicht mit merklichen Erleichterungen.

Auch Speiseölmärkte sind betroffen

Die Rohwarenpreise befinden sich auch zum Jahresbeginn weiterhin auf einem Rekordhoch, wie die Experten von T.M. Duché berichten. Diverse Schwierigkeiten könnten dafür sorgen, dass das auch noch eine Weile so bleiben wird; die Covid-Impfungen auf den Philippinen liegen noch immer weit hinter denen der westlichen Länder zurück, sodass es hier immer wieder zu Ausfällen und pandemiebedingten Einschränkungen kommen wird. Das wird neben dem Kokosmarkt auch die Speiseölmärkte weltweit beeinträchtigen. Zudem erholt sich das Land von einem schweren Taifun, der die Inseln Ende Dezember erschüttert hat.

Preise steigen weiter

Die Experten gehen aktuell davon aus, dass die Produktionsmenge auf dem Niveau des 4. Quartals 2021 bleiben wird, sodass das Angebot die Nachfrage nicht decken kann. Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt sind erneut leicht nach oben geklettert und liegen für feine Kokosraspel, high fat, Ursprung Indonesien aktuell bei 2,75 EUR/kg FCA Spanien.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/kg

Fein, high fat, Sri Lanka

3,10

Fein, high fat, Indonesien

2,75

Fein, medium fat, Indonesien

2,10

Fein, low fat, Sri Lanka

1,75

FCA Spanien

Probleme in den Häfen halten an

Mit einem Blick auf den Drewry's World Container Index geht T.M. Duché ebenfalls nicht davon aus, dass die hohen Transportkosten merklich sinken werden. Zwar können seit dem Rekordhoch Mitte 2021 erste Rückgänge verzeichnet werden, allerdings sieht es derzeit so aus, als würde es dabei vorerst bleiben. Aktuell liegen die Transportkosten noch immer knapp 120% über denen der entsprechenden Woche 2020. Auch 2022 ist mit pandemiebedingten Problemen in den Häfen zu rechnen, weshalb Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die Transportkosten in der ersten Hälfte des Jahres 2022 kaum und in der zweiten Jahreshälfte – wenn überhaupt – nur leicht sinken werden.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
13.10.2026
MANILA. Die Exportnotierungen für Kokosraspel bleiben stabil, während Kokosöl und Kopra günstiger werden. El Niño erhöht das Risiko für die Versorgung im kommenden Jahr. Zudem beeinträchtigen Engpässe im Containerverkehr die philippinischen Exporte.
Trockenfrüchte
13.10.2026
MALATYA. Die Preise für türkische Trockenaprikosen zeigen sich stabil, während die Nachfrage leicht anzieht. Die Exporte der neuen Ernte liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. In Malatya soll der Anbau von Mandeln die Abhängigkeit von Aprikosen verringern und zusätzliche Einkommensquellen schaffen.
Trockenfrüchte
13.10.2026
AYDIN. Die TARİŞ Fig Cooperative hat ihre Ankaufspreise für Saison 2026/2027 bekanntgegeben. Erzeuger stehen den Geboten mit gemischten Gefühlen gegenüber. Exportpreise für Bio-Feigen sind nun ebenfalls verfügbar.
Trockenfrüchte
13.10.2026
MANISA. Der türkische Sultaninenmarkt zeichnet sich durch rege Handelsaktivität und hohes Kaufinteresse aus. Die Exporte liegen deutlich über dem Vorjahr. Am kommenden Wochenende werden viele Exporteure zur SIAL in Paris reisen.