Kokosraspel: Markt belebt sich nach den Ferien

15. September 2026 um 16:27 , Der AUDITOR
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MANILA. Nach den Sommerferien in Europa kommt wieder Bewegung in den Kokosmarkt. Während sich Kokosraspel weiterhin stabil zeigen, entwickeln sich Kokosöl und Kopra etwas dynamischer. Auch die Frachtlage bleibt ein akutes Thema.

Kokosraspel bleiben international stabil

Mit dem Ende der europäischen Sommerferien kehren Käufer und Händler an den Markt zurück. Für die kommenden Wochen wird daher mit mehr Handelsaktivität und einer stärkeren Preisfindung gerechnet, insbesondere mit Blick auf den Bedarf für das vierte Quartal 2026 und die ersten Positionen für 2027; das geben die Experten von T.M. Duché in ihrem jüngsten Bericht an.

Die Exportpreise für Kokosraspel zeigen sich weiterhin ungewöhnlich stabil. Die von philippinischen Anbietern genannte Preisspanne für die USA, Europa und weitere Märkte ist seit inzwischen 30 Wochen unverändert. Anders entwickelt sich der Inlandsmarkt in Manila, wo die Preise gegenüber der Vorwoche zulegten. Mit der Rückkehr der europäischen Marktteilnehmer könnte die lange Phase der Stabilität nun auf die Probe gestellt werden. Mehr Anfragen und Abschlüsse dürften im Zuge der Käufe für das vierte Quartal 2026 und die ersten Positionen für 2027 zu stärkeren Preisbewegungen führen.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.500

High fat, medium, Vietnam

2.000

High fat, fine, Philippinen

2.750

FCA NL; Preisindikationen

Kokosöl und Kopra mit Aufwärtstendenz

Der europäische Kokosölmarkt bleibt zunächst zurückhaltend. Das Kaufinteresse konzentriert sich stärker auf Positionen für Anfang 2027, während die Nachfrage nach kurzfristigen Mengen für das vierte Quartal 2026 verhaltener ist. Zuletzt zogen die europäischen Kokosölnotierungen jedoch an. Auch bei Kopra ging es auf den Philippinen aufwärts: Die durchschnittlichen Preise ab Mühle und auf Erzeugerebene stiegen sowohl gegenüber der Vorwoche als auch gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich liegen die Preise ab Mühle allerdings weiterhin rund 28% niedriger.

Bei den Frachtkosten blieb der Drewry World Container Index unverändert. Die Raten von Shanghai nach Rotterdam und Genua gingen zwar leicht zurück, gleichzeitig wird die verfügbare Kapazität auf den wichtigen Ost-West-Routen aktiv gesteuert. Für die Lieferungen philippinischer Kokosprodukte nach Europa bleibt zudem die Entwicklung am Roten Meer ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Die Huthi haben zuletzt ihre Position entlang der jemenitischen Küste ausgebaut und sich dem strategisch wichtigen Bab al-Mandeb angenähert. Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist damit ein wichtiger Abschnitt der Schiffsroute zwischen Asien und Europa.

Die aktuelle Eskalation könnte dazu führen, dass Reedereien ihre Schiffe weiterhin über das Kap der Guten Hoffnung umleiten oder solche Umleitungen wieder verstärken. Dadurch würden sich die Fahrzeiten zwischen Asien und Europa verlängern und zusätzliche Schiffskapazitäten gebunden. Gleichzeitig könnten höhere Treibstoff- und Versicherungskosten den Druck auf die Frachtraten erhöhen. Für philippinische Kokosprodukte, die nach Europa geliefert werden, würde dies die Transportkosten entsprechend stärker in den Fokus rücken, so T.M. Duché.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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