Kokosraspel: Frachtraten steigen deutlich

23. Juni 2026 um 16:14 , Der AUDITOR
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MANILA. Die bessere Verfügbarkeit und eine geringe Nachfrage machen sich bei den Preisen für diverse Kokosprodukte bemerkbar. El Niño bereitet den Marktteilnehmern zunehmend Kopfzerbrechen, ebenso wie die hohen Frachtraten.

Kokosraspel behaupten sich

An den Kokosmärkten setzte sich die Abwärtsbewegung fort. Die Preise für Kopra, Kokosöl und Kokosraspel gaben weiter nach. Als Ursachen nennen die Experten von T.M. Duché eine bessere kurzfristige Verfügbarkeit von Ware und eine zurückhaltende Nachfrage. Eine Verbesserung der Ernteaussichten ist dabei eher zweitrangig.

Innerhalb des Sektors erwiesen sich Kokosraspel als vergleichsweise stabil. Nach Angaben der United Coconut Associations of the Philippines (UCAP) blieben die Ausfuhren bereits die 18. Woche in Folge konstant. Während die Exportpreise gegenüber der Vorwoche unverändert waren, lagen sie unter den Niveaus vom Mai 2026 und Juni 2025. Auf dem Inlandsmarkt schwächten sich die Preise dagegen leicht ab. Gleichzeitig gingen die Preise für rohe Kokosnüsse zurück. Dadurch entwickelte sich der Inlandsmarkt schwächer als das Exportgeschäft.

Auch auf dem Kokosölmarkt setzte sich der Preisrückgang fort. Sowohl die internationalen Notierungen als auch die Preise auf dem philippinischen Binnenmarkt lagen unter den Vorwochenwerten. Dies betraf Rohkokosöl ebenso wie raffiniertes Kokosöl, wie ebenfalls dem aktuellen Branchenupdate von T.M. Duché zu entnehmen ist.

Koprapreise sinken, Frachtraten steigen

Kopra bleibt der wichtigste Indikator für die Marktentwicklung. Die von der Philippine Coconut Authority (PCA) veröffentlichten Mühlen- und Erzeugerpreise gingen sowohl gegenüber der Vorwoche als auch im Vergleich zum Vorjahr zurück. Auch die von der UCAP gemeldeten Preise für angelieferte Ware in Quezon verzeichneten Rückgänge. In den Regionen Bicol, Visayas und Mindanao bewegten sich die Marktangebote ebenfalls auf niedrigerem Niveau. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die inzwischen deutlich gesunkenen Preise die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger verringern könnten, falls Wetterrisiken stärker in den Vordergrund rücken.

Während die Preise für Kokosprodukte nachgaben, stiegen die Transportkosten deutlich an. Nach Angaben des Drewry World Container Index erreichten die Containerfrachtraten den höchsten Stand seit 18 Monaten. Als Gründe nennt Drewry begrenzte Kapazitäten auf den Asien-Europa-Routen, die bevorstehende Hochsaison, die zum 1. Juli geplante Anpassung der Treibstoffkosten sowie zusätzliche Zuschläge der Reedereien.

Als größtes Risiko für die weitere Entwicklung gilt das Wetterphänomen El Niño. Laut dem ENSO-Update vom 11. Juni der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) bestehen die El-Niño-Bedingungen bereits und dürften sich bis zum Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel weiter verstärken. Die Auswirkungen auf den Kokosanbau treten jedoch zeitverzögert auf, da Trockenstress die Blüten- und Nussbildung erst nach 12 bis 18 Monaten beeinträchtigt, so T.M. Duché. Die internationalen Exportpreise für Kokosraspel haben sich indes in den letzten Wochen stabil gehalten.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.550

High fat, medium, Indonesien

2.850

High fat, fine, Philippinen

2.950

Quelle: Handel; FCA EMP

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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