Kokosraspel: Corona und Taifun sorgen für weitere Verzögerungen
18. Mai 2020 um 11:51 ,
Der AUDITOR
Extra-Schichten in den Fabriken
Wie bereits vermutet wurde, hat die philippinische Regierung die Ausgangssperre zunächst bis Juni verlängert. Die ansässigen Produzenten für Kokosprodukte versuchen durch Extra-Schichten mit aller Kraft, die anstehenden Aufträge zu erfüllen und wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen. Wie die Experten von T.M. Duché berichten, sind die Fabriken dabei aktuell etwa sieben Wochen im Rückstand.
Taifun könnte zu weiteren Fabrikschließungen führen
Ein Problem ist unter anderem, dass die Fabriken zurzeit aufgrund von Personalmangel und einer gestörten Infrastruktur nicht ausreichend mit Rohware versorgt werden können. Auch Mitarbeiter haben nach wie vor teilweise Schwierigkeiten, ihre Arbeitsplätze zu erreichen. Und neue Schwierigkeiten werfen ihre Schatten voraus, denn der Taifun „Ambo“ hat bereits das Land erreicht und Marktteilnehmer rechnen damit, dass er deutlichen Schaden anrichten wird, der unter anderem zu zeitweisen Fabrikschließungen führen kann. Das würde weitere Lieferverzögerungen mit sich bringen und möglicherweise auch die Ernte beeinträchtigen.
Speiseöle unter Preisdruck
Auf dem Markt herrscht weiterhin eine große Unsicherheit, da unklar bleibt, wie sich das Angebot entwickeln wird. Aktuell geht der Handel davon aus, dass die Verzögerungen sich noch mindestens bis zur Mitte des dritten Quartals ziehen werden, genaue Schätzungen sind aufgrund der Unberechenbarkeit der Corona-Pandemie jedoch nicht möglich. Sicher scheint, dass die Preise für Speiseöle, unter anderem Kokosöl, sinken werden, da die Rohölpreise sich auf einem Tiefstand befinden. Die Preise für Kokosraspel halten sich auf dem europäischen Sportmarkt zurzeit noch stabil und liegen für feine Kokosraspel, high fat, aus Sri Lanka bei 2,20 EUR/kg.
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Kokosraspel |
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Qualität |
EUR/mt |
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Fein, high fat, Sri Lanka |
2.200 |
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Fein, low fat, Indonesien |
1.000 |
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FCA Spanien |
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